Moderne Kunst in 6 Ausstellungen – jährlich ständiges Angebot von Bildern und Objekten

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 14.00 bis 17.00 Uhr
Samstag 11.00 bis 17.00 Uhr

Eintritt frei!

Veranstaltungen

Galerie 1530

Malerei und Zeichnung von Jochen Aue

Meister der stillen Poesie

Ausstellung anläßlich seines 80. Geburtstags und seines 10. Todestages

Eröffnung zum Museumsfrühling am Sonntag, dem 26. März 2017 um 11 Uhr - Eintritt frei!

Im November 2017 wäre Jochen Aue 80 Jahre alt geworden. Vor genau zehn Jahren, im September 2007, hatte der Wernigeröder Kunst- und Kulturverein ihm zu Ehren und gemeinsam mit ihm eine umfangreiche Ausstellung zum 70. vorbereitet. Als sie eröffnet werden sollte, war der Künstler unerwartet verstorben. Die Ausstellung fand dennoch statt und wurde von sehr vielen Bewunderern seiner stillen, intensiven Bilder besucht.

„Jochen Aue gehörte unzweifelhaft zu den wichtigsten Künstlern, die nach 1945 in Magdeburg ihr künstlerisches Werk schufen. Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gab es in Magdeburg noch heftige Kämpfe unter den schwierigen Bedingungen eines Kunstedikts des sogenannten „Sozialistischen Realismus“ auszufechten. Jochen Aue mußte beispielsweise eine Pressekampagne unter dem Titel „Grau in Grau“ überstehen, weil die allmächtigen Kulturwächter weder die vom Bitterfelder Weg geforderten Werktätigen noch den bonbonsüßen Optimismus in seinen Bildern fanden.

Aue ließ sich nicht beirren und ging nur seinen eigenen Vorstellungen von Kunst nach, womit er auch bald einen aktiven Freundeskreis für sich gewinnen konnte. Der „bittere Feldweg“, wie ihn der Plastiker Fritz Cremer nannte, legte ihm zwar Steine in den Weg, aber die wurden von ihm und seinen Freunden regelmäßig weggeräumt.

„Ein Werk, das nicht darauf abzielt, das Aussehen der Natur wiederzugeben, ist deshalb noch keine Flucht vor dem Leben, sondern möglicherweise ein intensives Eindringen in die Wirklichkeit. Es ist kein Beruhigungs- oder Rauschmittel, nicht nur die Darstellung des guten Geschmacks oder ein Angebot angenehmer Formen und Farben in gefälliger Verbindung, keine Ausschmückung. Bis zum Schluß sah Aue seine Bilder und Zeichnungen als „notwendige Übungen“ an und war immer noch auf der Suche, vor allem nach starker Vereinfachung und Straffung der Form, deren Inneres auszustrahlen vermag. „Einfach und eindringlich und ruhig etwas geheimnisvoll sollen meine Arbeiten sein,“ bekannte er einmal. Jochen Aue - das war ein Meister der Stillen Poesie!“ (Jörg-Heiko Bruns)

Dazu laden wir Sie recht herzlich ein!

Kunst- und Kulturverein
Galerie im ersten Stock

23.07.2017 - 03.09.2017, 11 Uhr
Lutz Friedel, Berlin
Malerei
Eröffnung am Sonntag, dem 23. Juli 2017 um 11 Uhr - Eintritt frei!

07.09.2017 - 01.10.2017, 19.30 Uhr
Sonderausstellung im Ersten Stock
Bettina Feutres-Mrosowski, Paris
Malerei und Filzarbeiten
Eröffnung am 7. September um 19.30 Uhr - Eintritt frei!

17.09.2017 - 29.10.2017, 11 Uhr
Anja Brachmann (Teterow)
Malerei und Zeichnung
Eröffnung am Sonntag, dem 17. September um 11 Uhr - Eintritt frei!

12.11.2017 - 30.12.2017, 11 Uhr
Anna Vonnemann Berlin
Malerei
Eröffnung am Sonntag, dem 12. November um 11 Uhr - Eintritt frei!

Kabarett in der Remise
Historisch-literarischer Salon
Jazzclub Wernigerode

09.09.2017, 20.00 Uhr
Jazz in der Remise

Christina Lux feat.

Oliver George

Christina Lux -
Gesang u. Gitarre
Oliver George - Percussion

Seit Beginn der 90iger ist Christina Lux mit ihren Songs unterwegs. Lux singt mit dieser großen, vielfarbigen und sinnlichen Stimme, die ebenso schmettern, wie zart schmirgeln kann und packt ihre kraftvolle und innige Poesie in berührende Songs. Minimalistisch instrumentierte Geschichten, mit leuchtender Bühnenpräsenz erzählt, machen Lux seit 20 Jahren zu einer der bezauberndsten Songpoetinnen in diesem Land. Ihr aktuelles Album „Playground“ war 2012 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.
Unzählige Konzerte hat sie gespielt und dabei beseelte Menschen hinterlassen. Charismatisch, innig und eigen ist die Musik von Christina Lux. Ohne Brüche mischt sie die englische und die deutsche Sprache, macht ihre Gitarre zu einer ganzen Band und erzählt wunderbare, kleine philosophische Geschichten zwischen den Songs. Glitzerpop ist nicht ihre Sache. Lux strahlt anders. Ihre Musik hat eine berührende Intensität, ist minimalitisch und direkt. Worte und Musik, rütteln an gewohnten Wegen und eingeschlafenen Träumen. Ihre Stimme ist groß, kann erzählen, sanft schmeicheln und unbändig ausbrechen aus dem Gewohnten. Eine Perle im Meer der Songschreiber.


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07.10.2017, 20.00 Uhr
Jazz in der Remise

Josho Stephan Trio

Joscho Stephan -
Sologitarre
Günter Stephan - Rhythmusgitarre
Volker Kamp - Kontrabass

Wie kein anderer prägt Joscho Stephan mit seinem Spiel den modernen Gypsy Swing: Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, vor allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen
herausragenden Ruf erspielt. Er versteht es wie kein Zweiter, aus der Vielzahl aktueller Gypsy Swing Adaptionen heraus zu ragen, indem er neben den vielen Interpretationen der bekannten Klassiker des Genres den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Pop liiert. Hier zeigt sich Stephans Stärke als kreativer Visionär. Und das begeistert das junge und alte Konzertpublikum gleichermaßen.
Musikergrößen wie Paquito D’Rivera, James Carter, Charlie Mariano und Grady Tate zeigten sich nach gemeinsamen Auftritten begeistert. Auf dem australischen Kontinent war Joscho Stephan mit Martin Taylor und Tommy Emmanuel auf Konzertreise. Mit seinen eigenen Ensembles hat er auf vielen bedeutenden Festivals in ganz Europa gespielt. Auch in den USA konnte er mit Konzerten u.a. in Nashville, Chicago, San Francisco, Detroit oder im legendären Jazzclub Birdland und dem Lincoln Center in New York begeistern.


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28.10.2017, 18.00 Uhr
Jazz & Schokolade zur
ChocolART
im Winkeller
1360 im Travel Charme
Hotel Gothisches Haus
(Marktplatz 2)

Jazz-Menü und Konzert mit Ansgar Specht & Smartgroove

Toshie Seo - Keyboard
Axel Senge - Saxophon
Reinhard Glowazke - Bass
Udo Schräder - Schlagzeug
Ansgar Specht - Gitarre

Eine geschmackvolle Liason: Jazz ist verführerisch und kann, wie Schokolade, süchtig machen – genau wie das durch hochwertige Schokoladen ergänzte Menü unseres Küchenchefs, begleitet von feinsten Jazz-Klängen.
im Winkeller 1360


Menüservice:
18.00 – 20.00 Uhr
3-Gänge-Schokoladenmenü
inkl. Aperitif
schokoladige Überraschung

Jazzkonzert:
20.00 - ca. 22.00 Uhr
Preis pro Person 59,00 €

Ansgar Specht & Smart Groove:
Der Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Funk, Blues, Soul und Pop, analog zur Entwicklung des Gitarrenstils von Ansgar Specht, der in den letzten Jahren vermehrt Elemente dieser Musikformen einbezogen hat - auch in Rückbesinnung auf seine musikalischen Wurzeln. Und der Jazz schaut immer wieder gerne um die Ecke. Freuen darf man sich auf eine abwechslungsreiche Reise durch die Welt der durchaus tanzbaren Musik, angeführt von Gitarre und Saxofon.


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11.11.2017, 20.00 Uhr
Classical Guitar

Malte Vief - Gitarre
Wolfgang Stute - Gitarre

Malte Vief:
„HeavyClassic“ – konzertante Musik, die rockt! Der Gitarrist Malte Vief ist sowohl Musiker als auch Komponist. Aus klassisch-konzertanten und rockigen Elementen sowie folkloristischen Anklängen hat der Künstler mit den Jahren einen ganz persönlichen Stil kreiert, den er selbst als „HeavyClassic“ bezeichnet. Seine musikalischen Wurzeln liegen unverkennbar im Bereich einer klassischen konzertanten Ausbildung, doch lässt sich Viefs Musik nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen.
Mit „HeavyClassic“ und „Antigo“ wurde Vief vom Magazin Gitarre und Bass bereits zweimal als Newcomer des Monats ausgezeichnet.

Wolfgang Stute:
Selbst komponierte Titel waren für Wolfgang Stute der Ausgangspunkt seines Konzertlebens. Heute bietet der in Hannover lebende Musiker dem Publikum eine bunte, spannende und interessante Mischung bewegender Musik mit Elementen aus Latin, Flamenco und Jazz und übersetzen die Atmosphäre in musikalischen Genuss: VielSaitige, weltoffene, akustische Musik. Zum Träumen und vor Spannung berstend. Spielfreudig und virtuos vorgetragen. Einzigartig!
Er überzeugt nicht nur durch technische Perfektion und souveräne Musikalität, sondern auch durch ihre ungebrochene Spielfreude.


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18.11.2017, 20.00 Uhr
Jazz in der Aula
des Gerhart-Hauptmann-
Gymnasiums

Y O U N E E

Piano solo

Die von den begeisterten Medien als Star-Pianistin bezeichnete Komponistin und Singer-Songwriterin, beweist auch 2016 mit ihrem zweiten Album ‚MY PIANO’ eindrucksvoll, dass sie zu den Innovativsten gehört! Waren für ihr Bestseller-Charts stürmendes deutsches Debut-Album ‚Jugendstil’ noch Mozart, Beethoven, Rachmaninoff und andere ‚Klassiker’ für sie Inspiration, so zündet YOUNEE auf ihrem neuen Album mit atemberaubender Fingerfertigkeit und elf Eigenkompositionen ein brillantes Feuerwerk zwischen Furioso und Pianissimo, nimmt den Hörer mit auf eine hochemotionale Reise in eine neue Welt der Klaviermusik. Bis zum letzten Ton passiert alles intuitiv, spontan, unerwartet, ohne in kitschige Gefilde oder in eine Virtuosität um der Virtuosität willen abzugleiten. Für Younee ist die Musik eine grenzenlose Spielfläche, um ihre musikalischen Fantasien auszuleben. Dieses Territorium hat weder geografische noch stilistische oder genrebedingte Grenzen. Anything goes – alles ist möglich. Younee ist immer für Überraschungen gut – heute, morgen und übermorgen. YOUNEE gehört zu den wenigen Klassik-Pianistinnen, die genreübergreifend ebenso auf Jazz-, Pop- und Rockbühnen zuhause ist. Nordwestradio Dr. Wolfgang Rumpf (Musikredakteur bei Nordwestradio Kultursender Radio Bremen): „...Younee‘s CD My Piano, ist ein Keith Jarrett up-date in der Klassik...“


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09.12.2017, 20.00 Uhr
Jazz in der Remise

N I N I W E

Lena Sundermeyer –
Gesang
Caroline Krohn – Gesang
Winnie Brückner – Gesang
Hanne Schellmann – Gesang

Niniwe präsentiert sich hauptsächlich mit eigenen Stücken, die - vorwiegend von Winnie Brückner komponiert - oftmals sehr dicht gesetzt sind und eine ganz eigene Klangästhetik aufweisen. Ihre Musik möchte man am ehesten dem Jazz zuordnen, ist dieser doch ein Synonym für Neuartiges, für Verschmelzung und Neudefinierung verschiedenster Musikstile. So finden sich auch Anleihen aus der klassischen Musik, sowie aus dem Pop - und Worldmusic-Bereich wieder. Bereichert wird das Repertoire durch Bearbeitungen von Stücken aus Jazz und Klassik. Improvisation spielt ebenso eine Rolle wie das Ausloten von Sound und Groove allein mit den Möglichkeiten der Stimme. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 beschreitet Niniwe ganz eigene Wege in der Vokalmusik. Konzertreisen führten das A Cappella Ensemble nicht nur durch ganz Deutschland, sondern auch nach Taiwan, Spanien, Italien, Frankreich, Belgien, Ungarn, Dänemark, Finnland, Österreich und in die Schweiz.

„Vier Frauenstimmen, sonst nichts. Und doch viel mehr. Sie zelebrieren Modern Jazz a cappella in allen Facetten.“
Birgit Hendrich, Leipziger Volkszeitung


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Museum Schiefes Haus

Fotografie von Frank Bilda – Glasfenster von Günter Grohs

Frank Bilda, Jahrgang 1964, lebt und arbeitet als selbständiger Fotograf in der Nähe von Quedlinburg. Er studierte die Fotografie bei Stefan Maria Rother in Berlin. Der Schwerpunkt seiner Arbeiten liegt in der Architektur-, Industrie- und Interieurfotografie sowie in der Fotokunst, in der zum Teil überzogene Szenarien thematisiert werden.
„Die Fotografie ist für mich einerseits ein Mittel, um die architektonische Kombination von Form, Raum und Farbe zu dokumentieren; andererseits bin ich mit meiner Fotografie in der Lage, die Zufälligkeit der Wahrnehmung von Architektur gezielt zu unterbrechen oder zu reduzieren. Durch die Komposition des Bildes entdecke ich eine Vielzahl an Möglichkeiten für die perfekte Präsentation der architektonischen Idee...“
 
„Die Stadt Wernigerode, die Günter Grohs heute (2007) ihren Kunstpreis verleiht, ehrt in ihm eine Persönlichkeit, die ihren Platz in der ersten Reihe der deutschen Glasgestalter behauptet. Das Verzeichnis der architekturgebundenen Arbeiten nennt inzwischen mehr als 150 Ortsnamen. Sein Werk umfasst kleine Kabinettscheiben und Glasfenster für Wohnhäuser ebenso wie glasmalerische Konzeptionen größten Stils für Kathedralen wie die Dome von Halberstadt und Bamberg. ...Unter den Glasmalern der halleschen Schule, aus der Günter Grohs hervorgegangen ist, ist er in ganz Deutschland der bekannteste und gefragteste. ...Günter Grohs ist zurückhaltend und wählerisch im Umgang mit der Farbe. Das Bunte und Gefällige ist ihm fremd...die poetischen Atmosphären, die seine Entwürfe erzeugen, sind von großer Helligkeit und Frische, dabei still,  feierlich und kontemplativ...“ – Aus der Laudatio von Dr. Holger Brülls zur Kunstpreisverleihung.

Frank Bilda und Günter Grohs haben sich vor 10 Jahren in einer Glaswerkstatt kennengelernt. Beide entdeckten schnell viele Gemeinsamkeiten. So unter anderem ihre Leidenschaft für Licht, Dunkelheit, Räume und Perspektiven. Daraus ist nicht nur eine enge Zusammenarbeit entstanden, sondern eine intensive Freundschaft, in der beide jeweils im Prozess des Entstehens der Werke einbezogen sind und sich manchmal sogar ergänzen. In dieser Ausstellung werden Fotografien einer Auswahl von Werken des Wernigeröder Glaskünstlers Günter Grohs gezeigt, die zwischen 2012 und 2016 entstanden sind.

Ankündigung: Neue Ausstellung ab 16. September 2017

Rainer Ehrt
Bruder Luther – Zeichnungen zum Reformationsjubiläum
Eröffnung am Freitag, dem 15.9.2017 zum Kulturklint um 17 Uhr mit einem Künstlergespräch

Kloster Ilsenburg

Archiv

Stephan Klaube (Wernigerode) - Malerei, Zeichnungen, Skulpturen

Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 5. Februar bis 19. März 2017
Eröffnung am Sonntag, dem 5. Februar, um 11 Uhr mit einem Künstlergespräch. Eintritt frei!

„... Eine Welt ohne Kunst und Kultur wäre ein lebloser grauer Körper.

Farbe belebt die Sinne und Kunst muss lebendig machen. Farbe, Strukturen und Formen entwickeln sich aus der Realität der Gedanken. Alles hat eine Geschichte und durchläuft einen Prozess von Denken, Handeln und Fertigen. Gefühle dringen in die Objekte ein und geben ihnen ihr Aussehen durch die schöpferische Kraft.

Entwickelte Farbflächen und bildhafte Sequenzen spiegeln die Sicht auf unsere Welt. Die Bilderwelten entspringen aus Gedanken, Gesprächen und Gesehenem. Zarte Verläufe in Farbe und Struktur wechseln sich mit dominanten Flächen ab. Die Bilder sind wie das Leben: leise und laut, farbschwach und bunt. Nicht die oberflächliche Sicht auf unser Dasein ist wichtig, sondern das Verstehen unserer Umwelt und des Menschen. Raum, Licht, Farbe und Gedanken werden verbunden zu surrealen Bilderwelten mit ihren Strukturen.

So vielfältig die Sicht auf unsere Umgebung ist, so vielfältig ist das verwendete Material. Bewusst werden natürliche Substanzen eingesetzt: Öl, Pigmente, Harze, Leinwand, verschiedene bearbeitete Hölzer, Metalle, Papiere und natürliche Quarze...“

Elvira Bach (Berlin) - Malerei

Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 27. November bis 8. Januar 2017
Eröffnung am Sonntag, dem 27. November, um 11 Uhr mit einem Künstlergespräch. Eintritt frei!

Elvira Bach gehört zu den erfolgreichsten zeitgenössischen Malerinnen in Deutschland. Berühmt ist sie für ihre Frauenbilder, die wegen der klaren Farben, dem Pinselstrich und der Ähnlichkeit der gemalten Frauen mit der Malerin selbst unverkennbar sind, wurde in den 1980er Jahren als eine Vertreterin der Jungen Wilden bezeichnet. Sie studierte von 1972 bis 1979 an der Hochschule der Künste Berlin Malerei, zuletzt als Meisterschülerin des informellen Malers Hann Trier. Während des Studiums arbeitete sie an der Berliner Schaubühne als Requisiteurin, Souffleuse und Foyerdame. Ein Stipendium führte Elvira Bach in die Dominikanische Republik. Ihre neoexpressionistischen Frauenbildnisse spiegeln die Themen ihres eigenen Lebens wider. Die Ähnlichkeit der Bilder mit ihrer eigenen Person sind unverkennbar. Nach Heirat, Geburt der Söhne und Rückzug ins häusliche Privatleben spiegelt sich in Ihren Werken verstärkt ihr familiäres Umfeld wider (Kinder, Küche, Kunst). Bis heute ist sie ihrem kraftvollen Malstil treu geblieben. Ihre Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen und Museen.

„... 65 Jahre werde ich. Na und?“, knurrt Elvira Bach zur Begrüßung, „das hat doch nichts zu bedeuten!“ Doch, hat es: Die meisten Künstler der „Jungen Wilden“ sind längst vergessen. Sie ist noch immer präsent, wird national und international ausgestellt. Warum ist das so?

Elvira Bach zieht an ihrer Zigarette und sagt: „Erstens habe ich nie Pause gemacht. Am Abend vor der Geburt meiner Söhne (heute 32 und 24) stand ich noch auf der Leiter an der Staffelei, und kaum war ich aus der Klinik entlassen, arbeitete ich wieder im Atelier.“ Ein weiterer Zug an der Zigarette. „Und zweitens habe ich mich zwar immer inszeniert, auch erotisch, aber ich war nie zu haben, ich habe mich nie niedlich gemacht, um zu gefallen.“

Elvira Bach wird nach ihrem Kunst-Studium in Berlin als eine der wenigen Frauen zur Documenta 7 in Kassel eingeladen. Das war 1982. Der Durchbruch. Schon damals ihre Markenzeichen: starke Weiblichkeit, kräftige Farben, den Rahmen sprengend. Künstlerisch – und persönlich. Sie arbeitet täglich im 500 qm großen Atelier, meist von 10 bis 19 Uhr. Die Wochenenden sind frei...“

Jochen Müller - Nicole Bolze

Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 9. Oktober bis 19. November 2016
Eröffnung am Sonntag, dem 9. Oktober, um 11 Uhr mit einem Künstlergespräch. Eintritt frei!

 

Nicole Bolze

Ich bin 1971 in Quedlinburg geboren. Zwischen 1987 und 1989 erlernte ich im VEB Harzer Schmuck den Beruf der Schmuckgürtlerin. Seit 2004 arbeite ich freiberuflich als Schmuckgestalterin in Quedlinburg, erst in einem Atelier zusammen mit der Papierdesignerin Katrin Ruhnau, seit 2006 in einer kleinen Galerie zusammen mit dem Metalldesigner und Maler Jochen Müller.

Die Schmuckgestaltung bietet unendlich vielfältige Möglichkeiten, die sich in meinem Schaffen nicht allein auf Schmuckstücke begrenzt. Am liebsten arbeite ich frei und fertige Schmuckstücke, die ich selbst gerne tragen würde. In meiner Arbeit spielt das Handwerk eine große Rolle, man hat damit wunderbare Voraussetzungen, um künstlerisch zu arbeiten. Biegen und Sägen sind große Themen in meiner Arbeit. Hier entstehen nicht nur Schmuckstücke sondern in den letzten zwei Jahren auch Bilder von Quedlinburger Fachwerkhäusern.

2009/10 entstand die erste Käfer-Kollektion, mit der ich 2011 in der Redbud Gallery, Houston/Texas eine Ausstellung hatte. Seitdem begleitet mich dieses Thema.

 

Jochen Müller

1959 geboren in Quedlinburg, 1978 Abschluss der Berufsausbildung mit Abitur als Mechaniker

1986 Diplom an der Hochschule für Kunst und Design Halle - Burg Giebichenstein - Fachbereich angewandte Kunst; Metall-und Emaillegestaltung, 1986-88 Aspirantur im selben Fachbereich

seit 1988 Freiberuflich in Quedlinburg.

Da die künstlerische und handwerkliche Ausbildung an der Hochschule sehr komplex und intensiv war, konnte ich in meiner Freiberuflichkeit entsprechend vielseitig arbeiten. So entstanden z.B. Fassaden-Ausleger für Geschäfte und Hotels, Leuchten, Leuchter, Beschriftungen, Wandgestaltungen, usw. Nach 1996 kam das Gestalten von Plastiken im Außenbereich hinzu (Brunnen-und Einzelfiguren). Kunstgießereien setzten meine Modelle entsprechend in Bronze um.

Je nach Auftragslage bleibt „Platz“ für das Schaffen im „freien Eigenauftrag“. Das Thema „Mensch“ steht dabei oft im Mittelpunkt der Arbeit, sei es im zeichnerischen, malerischen oder plastischen Bereich, in komplexer oder fragmentarischer Sichtweise. Der Mensch in seiner Widersprüchlichkeit, seiner Vielschichtigkeit von Innerem und Äußerem bietet mir ein unendliches Spektrum zur künstlerischen Auseinandersetzung.

Ausstellung Wiebke Steinmetz

Objekte - Grafik - Figuren Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 22. Mai bis 3. Juli 2016
Eröffnung am Sonntag, dem 22. Mai um 11 Uhr mit einem Künstlergespräch - Eintritt frei!

Aus mehreren Gründen kann die Künstlerin eine „Grenzgängerin“ genannt werden. Ihre beiden brandenburgischen Wohn- und Arbeitsplätze – Amalienhof und Fürstenwerder – liegen hinter einem See, der sich buchtenreich in der mecklenburgisch-brandenburgischen Landschaft hinstreckt.

Sie „pendelt“ zwischen ihren Handwerkszeugen – zwischen Kettensäge und Scherenschnittschere bzw. Schnitzmesser. Mit dem gröberen Werkzeug legt sie die Grundformen ihrer Holzplastiken an, mit den feineren gestaltet sie ihre aktionsreichen Scherenschnittbilder, die ganze Geschichten erzählen. „Ich komme ja vom Theater, deshalb sind meine Schnitte Schattenbilder, weniger klassische Scherenschnitte“, erklärt sie mit freundlichem Lächeln. „Außerdem zeichne ich vor – was der Scherenschnitt eigentlich nicht erlaubt. Da wird ja frei gearbeitet.“

Hier konnte die Künstlerin aber beruhigt werden. Zwar ist das Vorzeichnen immer wieder ein Diskussionspunkt unter den Scherenschnitt-Künstlern, aber bereits Johanna Beckmann schrieb dazu 1910 in ihrem Werkbuch „Die schwarze Kunst“: „Ich meine, man mag es mit dem Vorzeichnen halten nach Belieben bei der Wiedergabe vorhandener Gebilde.

„Turbulent wie im Theater“ geht es in Wiebke Steinmetz` Schattenbildern zu. Da rodeln beispielsweise die „Flachländer“ in Ermanglung größerer Erhebungen von Haus- und Turmdächern.

Auch Radrennfahrer wollen hoch hinaus, denn sie besitzen in ihrem Rennrad ein universell einsetzbares Fortbewegungsmittel. Regenschirme bewähren sich an einem „Regentag“ nicht nur als schützende Dächer, sondern ebenso als Fluggeräte.

Übrigens scheint das Thema „Fliegen“ die Künstlerin besonders zu fesseln und zu immer neuen Interpretationen herauszufordern. In ihren Holzplastiken „Flugversuche“ müht sich eine männliche Figur, die aus nur grob bearbeiteten Holzbalken herauswächst, sich von der Erde zu lösen, wird aber immer wieder – anders als in den filigran gestalteten Scherenschnittbildern – durch ihre eigene Schwere am Aufsteigen gehindert.

Die ausgebildete Tischlerin Wiebke Steinmetz hat im Scherenschnittpapier, dem verwandelten Holz, ein neues Material gefunden, mit welchem sie kreativ experimentiert.

Wiebke Steinmetz wurde 1968 in Berlin geboren. Nach dem Abitur, arbeitete sie als Kostümschneiderin in einem Berliner Puppentheater, lebte ein Jahr lang in Ländern Südamerikas, studierte dann in Berlin und Heidelberg, schulte zur Tischlerin um und bestreitet nun als freischaffende Künstlerin im Nordosten ihren Lebensunterhalt, wie gesagt, als „Grenzgängerin“ im mecklenburgisch brandenburgischen Landstrich um Feldberg und Fürstenwerder.

Klaus Hack - Figur und Turm - Holzplastik und Papierarbeiten

Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 14. Juli bis 21. August 2016
Eröffnung am Donnerstag, dem 14. Juli um 19.30 Uhr mit einem Künstlergespräch - Eintritt frei!

Unter den Holzbildhauern, die sich entweder der realistischen, expressiven oder abstrakten Darstellung des Menschen widmen, besetzt Klaus Hack eine besondere Position: Er schafft Artefakte im Spannungsfeld zwischen Figuration und Abstraktion, konstruktivem Aufbau und berührender Expressivität, zwischen grob angelegtem Gesamtvolumen und filigran ausgearbeiteter Fläche.

Bei aller Konzentration auf die Form geht es doch um den Menschen – auch wenn dieser nicht immer auf den ersten Blick als solcher zu identifizieren ist: die Körperteile zurückgeführt auf geometrische Figuren wie Kubus, Kegel und Kugel, im Spannung erzeugenden Wechsel von Horizontale und Vertikale, mit einem Kopf, der sich manchmal nur durch den Verweis auf zwei Augen oder zwei Zöpfe als Haupt zu erkennen gibt, sich demnach gesichtslos – oder entindividualisiert – in die Gesamterscheinung integriert, falls er nicht durch einen gewaltigen Schrei ausbricht: Angstschrei, Hilfeschrei, Freudenschrei, Kraftschrei, stummer Schrei – als weit aufgerissener Mund, der doch nur eine Kuhle ist.

Reduziert bis auf ein Minimum anthropomorpher Strukturen stehen Wesen im Raum, die in ihrem Aufbau zugleich an architektonische Gebilde erinnern.

Es geht um das Verhältnis von Körper und Hülle, Innen und Außen, Sein und Schein.

Das Kleid – nicht ausschließlich als Hinweis auf die weibliche Figur, nicht als das „kleine Schwarze“, sondern als zweite Haut des Menschen, als Inbegriff der äußeren Abgrenzung – wird zum Reifrock, zum Gitter, gibt dem Ganzen einen Halt, erstarrt in seinem Faltenwurf und verwandelt sich in eine Fassade mit zahllosen Fenstern, gewährt Einblicke, bietet Schutz, verschafft sich Raum, baut sich auf zu einem Turm, bis auch die letzten menschlichen Relikte einer bekrönenden Spitze weichen. Der Turm führt immer in den Himmel. Er ist Wegweiser und Verbindung zu göttlichen Sphären. Wer die Plattform der altmesopotamischen Stufentürme erreichte, war nicht mehr von dieser Welt. Der Turm als Lichtort, der Leuchtturm auf frühchristlichen Grabsteinen als Sinnbild für den himmlischen Hafen, der Turm als Zeichen mittelalterlichen Jenseitsstrebens in den gotischen Kathedralen, als Macht- und Statussymbol in Gestalt des Geschlechterturms in der italienischen Renaissance, der geistige Elfenbeinturm schließlich als immaterieller Ort weltfremder Abgeschiedenheit.

Ralf Bergner - Zeichnungen-Radierungen Lithografien

Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 3. April bis 16. Mai 2016
Eröffnung am Sonntag, dem 3. April, um 11 Uhr mit einem Künstlergespräch. Eintritt frei!

Ralf Bergner wurde 1950 in Breitenbach (bei Zeitz) geboren, lernte Elektromonteur mit Abitur und studierte 1977 bis 1982 Malerei und Grafik an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein (Halle) bei Frank Ruddigkeit und Willi Sitte, nach dem Diplom 1983 bis 1985 weiter an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig bei Karl-Georg Hirsch. Seitdem ist er freischaffend in Halle und in Berlin tätig.

Bergner entwickelt seit Jahren Bildergeschichten, die mehr als vordergründige Illustration oder bloßes Dekor sind: mal sind sie schlicht, mal überbordend reich, ja überwältigend dicht gearbeitet, mal verrätselt, mal närrisch (will heißen: enthusiastisch), aber immer faszinierend in ihrer punktgenauen Umkreisung von Texten, Gedichten, Aphorismen. Bergner zeichnet zum Wichtigen auch das anscheinend Unwichtige dazu, dekoriert, überformt, kramt in Geschichte und Gegenwart, greift ins pralle Leben und deutet, wagt den offensiven Zukunfts- und den wehmütigen Seitenblick. So zartfühlend und liebreizend, so traurig und rabenschwarz kann kaum ein Autor schreiben, wie dieser Künstler zeichnet...

Kaufen Sie am besten die Bücher, die Ralf Bergner illustriert hat, denn man braucht Zeit, um sich den Detailreichtum der Blätter ganz zu erschließen. Fabulierend und lustig, voller Lust und Scharfblick wühlt sich Ralf Bergner durch schwere und leichte Texte und durch die großen Fragen, wozu, warum und überhaupt - wohin verschwinden unsere Träume am Tag und wo bleiben die Sterne, wenn sie verglühen? Man weiß so wenig. Bergner hat keine wohlfeilen Antworten parat, aber er bringt uns wenigstens auf eine prächtig ausgeschmückte Fährte, so wie das vor ihm auf außergewöhnliche Art Honoré Daumier, Wilhelm Busch oder George Grosz getan haben. Bergner selbst schätzt außerdem die Österreicher Alfred Hrdlicka und Paul Flora und es darf behauptet werden, daß er sich im Umkreisen der Fraglichkeit unserer Weltwahrnehmung hier in bester Gesellschaft befindet.

Karin Zimmermann - Hans W. Scheibner Ausstellung

Karin Zimmermann und Hans-Wilfried Scheibner
Malerei - Zeichnung - Skulptur Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 14. Februar bis 28. März 2016
Eröffnung am Sonntag, dem 14. Februar um 11 Uhr mit einem Künstlergespräch - Eintritt frei!

Das neue Jahr beginnt in der Galerie mit einem Feuerwerk der Farben, das gegen das Februargrau leuchten wird. Entstanden sind die Bilder im Atelier der bei Wismar lebenden Malerin Karin Zimmermann. Die im Vogtland geborene Künstlerin hat von 1962 – 68 Modegestaltung in Berlin studiert und bis 1974 auch in diesem Beruf gearbeitet. 1975 zog es sie an die Ostseeküste, nach Mecklenburg – einem neuen Lebensraum, in dem sie ihre Neigung entdeckte, sich in der freien Malerei auszudrücken: „Ich möchte in meinen Bildern die Schönheit der Welt zeigen, wofür es sich lohnt zu leben, gegen all die Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit und Verzweiflung des Menschen“. Mit kräftigen Farben gestaltet sie hauptsächlich Landschaften aber auch Porträts, Stillleben und Figurenbilder, die alle von Reisen in südliche Gefilde angeregt zu sein scheinen, aber auch die norddeutsche Landschaft zum Leuchten bringen. Ungebunden folgt sie ihren eigenen Stimmungen und schafft eine Bildwelt in der die Farbe des Himmels nicht blau sein muss, sondern sich aus dem neuen Zusammenklang der Farben ergibt. Ihre Bilder sind expressiv und intensiv zugleich, großzügig, raumgreifend mit einer faszinierenden Eindringlichkeit, erzeugt durch ihre spürbare Lust am Malen.

Der Maßlower Maler, Bildhauer, Regisseur und Puppenbauer Hans W. Scheibner. Sein Atelier erinnert an das kreative Chaos des irischen Malers Francis Bacon. Überall Bilder, Farben, Zettel, Fetzen, Fotos, Erinnerungen, Puppen, Masken, Fundstücke…

Scheibner erweckt Hölzer, Schrauben, manchmal sogar Abfall zu neuem Leben und malt mit einem Ausdruck, der den Betrachter in Ehrfurcht zuweilen fast zurückweichen lässt. Kraftvoll, rabiat, konsequent. „Der Mensch weiß oft gar nicht, welches Glück ihn umgibt“, sagt der Maler. Die vielen Jahre Lebenserfahrung machen den Tausendsassa humorvoll, streng, weich und weise zugleich. Den Traum Künstler zu sein, hat er schon als Junge so intensiv geträumt, dass ihn niemand aufhalten konnte. Dabei hat mit Boxen alles angefangen. In der Nähe von Leipzig lernt er Selbstbewusstsein, Disziplin und Fairness. „Wer weiß, vielleicht wäre ich sonst sogar ein Schläger geworden“, sagt er. Die Begegnung mit seiner Frau Karin Zimmermann ist 1974 so etwas wie Fügung. „Wir sind grundverschieden“, sagt er. „Haben einander aber nie ändern wollen.“ Für ihn ist das Liebe. „Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, bin ich fasziniert von dieser Frau, fahre noch immer total auf sie ab...“

Manfred Butzmann - Aquarelle und Grafik

Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 26. November bis 30. Dezember 2015
Eröffnung am Donnerstag, dem 26. November 2015, um 19.30 Uhr mit einem Künstlergespräch - Eintritt frei!

Manfred Butzmann - Grafik und Aquarell

„Mit dem Aquarell hat der Aufklärer Manfred Butzmann ein heimliches Liebesverhältnis. Er hat es - bei aller Zurückhaltung, es in Ausstellungen und Sammlungen zu offenbaren - intensiv gepflegt... Gelassen und abwartend lauernd schaut Butzmann in die Welt. Er beginnt auf dem trocken belassenen Blatt ertastend als Zeichner. Erst im furiosen Fortgang der Arbeit durchnässt das Papier, geraten die Farben ins Schwimmen und durchdringen sich oft zu opaken, manchmal wie Gouache oder Tempera wirkenden Verdichtungen. So bleibt der Glanz der seit dem Impressionismus und Brückemalern gesteigerten Luzidität und Transparenz meist aus. Eher stellt sich in den getrübten Vermischungen der Farben eine Erdenschwere ein. Etwas Grüblerisches herrscht. Verhangene Himmel, dämmerige Interieurs, beschattete Gesichter und Körper lassen eher an die Gebundenheiten im Herbst und Vorfrühling denken. Das bedächtige Vorgehen schafft zwischen Motiv oder Modell und Maler eine zutrauliche Atmosphäre. Bereitschaft sich gehen zu lassen und anzuvertrauen. Das Berlinische, märkisch Sachliche begreift Butzmann als eine seit Chodowiecki und Schadow bewährte, preußisch-protestantische Tugend. Um Schönheit zu finden, sucht er nicht nach Baedeker-besternten prominenten Motiven. Er filtert sie aus dem Unscheinbaren...“ Diether Schmidt 1997 über Butzmanns Aquarelle

1942 in Potsdam geboren, 1961 Abitur in Potsdam, 1961 bis 1964 Lehre als Offsetdrucker in Berlin und Arbeit in diesem Beruf in Potsdam, 1964 bis 1969 Grafik- Studium an der Kunsthochschule Berlin bei Arno Mohr, Werner Klemke und Klaus Wittkugel, seit 1970 freischaffend in Berlin - Pankow, 1973 bis 1977 - Meisterschüler an der Akademie der Künste bei Werner Klemke, unterbrochen durch einen halbjährigen Reservisteneinsatz bei der Nationalen Volksarmee, seit 1977 entstehen neben Druckgrafik und Aquarellen auch Plakate in eigenem Auftrag. 1991 Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste (Berlin)... Erste Ausstellung „Heimatkunde“ in Wernigerode 1986

Rainer Kessel - Skulptur und Grafik

Ausstellung vom 4. Oktober bis 15. November 2015 in der Galerie im Ersten Stock.
Eröffnung am Sonntag, dem 4. Oktober, um 11 Uhr
Das Gespräch mit dem Künstler führt Rainer Schulze. Wir laden Sie herzlich ein Eintritt frei!

Rainer Kessel
geboren 1955 in Berlin
1977 Theaterplastiker für die Deutsche Staatsoper Berlin
1980 Studium an der Kunsthochschule Berlin
seit 1985 freischaffend in Neu Nantrow
seit 1999 Lehrtätigkeit an der Kunstschule Rostock.

„Da ist schon ein feinfühliger und feinfingeriger Bildhauer am Werk, der uns staunen macht – ja, fragen lässt, wie er wohl das wieder gemacht hat. Und das in unserer digital bestimmten Gegenwart, in der Kunstgebilde, ja Kunstevents mit der alles leistenden Computermaus am Laptop gefunden, organisiert, geordnet und komponiert werden. Kessel bleibt beim Werken mit der Hand – beim Handwerk also und bei der Figur – für ihn eine Art „pars pro toto“ – die Bedeutungsträgerin für das Ganze. Vielleicht verbindet sich etwas in ihm mit seinem Don Quichote...“ Jo Jastram

Malerei von Kathrin Hänsel

Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 16. August bis 27. September 2015
Eröffnung am Sonntag, dem 16. August, um 11 Uhr mit einem Künstlergespräch - Eintritt frei!

Kathrin Hänsel
wurde in Lauchhammer geboren. 1997 Abitur am Gymnasium Senftenberg
1997-98 Praktikum am Theater Neue Bühne Senftenberg bei Gerhart Lampa
1998-2006 Studium an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle (Klasse Rolf Müller)- 2006-2008 Aufbaustudium Bildende Kunst an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein bei Prof. Johannes Baumgärtner
seitdem ist sie freischaffend in Halle tätig
seit 2014 Stipendiatin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und der Kloster Bergeschen Stiftung

In den großformatigen Landschaftsbildern der Burgabsolventin Kathrin Hänsel hört man womöglich das Rascheln der Bäume oder das leichte Wellenrauschen des Meeres. Eigenwilligkeit ist das Merkmal ihrer Landschaftsbilder. Die Künstlerin, die auch schon Philosophie, Germanistik und Erziehungswissenschaften studierte, bezeichnet all ihre Werke als Studien. So wird das künstlerische Schaffen zu einer Reise auf unbekannten Wegen. Die Malerin hat für ihre Landschaften das Modell erforscht und auf den Moment gewartet, bis sie die gesuchten Bewegungen im Bild einfangen konnte. Es sind Landschaften von blühenden Feldern und tiefen Himmeln, um dem Betrachter einen Ort der Ruhe zu schaffen. Doch mit welchen Gedanken begibt man sich in die Schwarz-weiß-Landschaften, die man auf der Leinwand von Kathrin Hänsel aus den Fenstern einer vorbeifahrenden Bahn erspähen kann? Hier spielt die Flüchtigkeit eine entscheidende Rolle und gibt dem eingefangenen Augenblick einen Rahmen. Es entsteht der Schein, als dürfe man mit den Bildern der Künstlerin den Zug anhalten und in den Landschaften verweilen. Als könne man in das Werk einsteigen und die Hektik hinter sich lassen. Doch die Spuren der Gesellschaft sind auch in den Bildern der Ruhe nicht vertrieben worden. Ob nun ein Strommast, oder eine ferne Straße, die sich ihren Platz einfordert: So wie der Mensch Teil der Natur, werden auch die Landschaftsbilder bei Kathrin Hänsel zu einem Teil des Menschen. Sie wecken Stimmungen, Gedanken, Erinnerungen - und werden so zum identifikatorischen Moment, in dem sich der Betrachter seinen Launen stellt und mit ihnen in einen Dialog tritt.

Hartmut Hornung - Attitüden

Druckgrafik - Zeichnung - Aquarell - Skulptur Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 28. Juni bis 8. August 2015 Eintritt frei!

WENN ES EXISTENZIELL WIRD, WIRD ES EHRLICHER.

„Es geht Hartmut Hornung um nichts anderes, als um unser aller Untergangstrauma. Das scheint ihn anzutreiben. Gar nicht so sehr ideologisch – mehr ist es die brachiale Aura seiner Arbeiten, die zum Bersten gebogenen, groben Formen, die weder ihn noch uns zur Ruhe kommen lassen. Alles bleibt zutiefst grundsätzlich, was einmal gesetzt ist, will gültig sein und weiter bestehen. So als wäre das gar kein Zweifel. Nirgends, in seiner Malerei nicht und auch nicht in seiner Grafik, schon gar nicht in seinem skulpturalen Werk.

Hartmut Hornung zählt zu den wichtigsten Protagonisten des Neoexpressionismus in Ostdeutschland. Wahrhaftigkeit sei nicht an eine realistische Abbildung gebunden, sondern sollte an der Befindlichkeit zu messen sein. Selten vorher habe ich einen Künstler erlebt, der sich über die Jahre treu geblieben ist, der authentisch zu erfassen vermag, was im Wesen unsere Welt zusammenhält und auseinandertreibt.

Seine Methode ist dabei ganz einfach. Er verzichtet auf alles, was ablenkt, was wegführt von dem, was sein Zeitgefühl ist, dem er sich ausliefert. Besonders dann, wenn er die Kettensäge nimmt und von Anfang an ganz direkt die archaische Form anpeilt. Dabei geht er so unbarmherzig wie präzise vor. Ein Berserker vor dem Herrn, nicht nur in der Geschwindigkeit, auch in der Disziplin...“ Dr. Ute Müller-Tischler

Andreas Fischbach - Malerei und Videoprojektionen

Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 7. Mai bis 21. Juni 2015
Eröffnung am Donnerstag, dem 7. Mai um 19.30 Uhr mit einem Künstlergespräch - Eintritt frei!

Andreas Fischbach über seine Arbeit

„In meiner Arbeit schaffe ich durch die Kombination von Malerei, digitalen Projektionen und Videos gewissermaßen erzählende Installationen.

Diese miteinander verbundenen Medien, die im Ausstellungsraum mit Licht und Klängen vervollständigt werden, stehen durch ihr Nebeneinander und Übereinander in einem spannenden Dialog. So werden die multimedialen Installationen zu einem theatralischen Bühnenbild. Sie sollen Gedanken über die Realität und die Visionen der gegenwärtigen Gesellschaft auslösen.

Die verschiedenen Werkgruppen unterscheiden sich zwar nach Thema und Form, sollen jedoch alle dazu anregen, über die Wahrnehmung der Realität nachzudenken, und naturgemäß beeinflussen sie selbst das Wahrnehmungsvermögen.

Die Informationsmittel und –möglichkeiten haben sich zunehmend ausgedehnt; sie haben den individuellen Raum stark verwandelt. Vor allem das Internet und die anderen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten haben einen neuen Umgang des Individuums mit der Realität ausgelöst. In meinen Werken hat die moderne Kommunikation eine wichtige und immer wiederkehrende Rolle. Diese Kunstwerke sind der Versuch, die für uns verfügbaren Informationsmöglichkeiten zu beschreiben, und zu zeigen, wie die unglaublichen Datenmengen unsere Wahrnehmung von der globalen Welt beeinflussen. Die Arbeiten erzählen auch von der individuellen Suche nach Intimität in dieser Welt. Und sie weisen mit Utopien und Visionen in eine zeitgenössische heterogene Gesellschaft.“

Andreas Fischbach schloß seine Schulausbildung in Lugano 2003 mit dem OberschulDiploma Kunst ab.

Er studierte 2006 bis 2007 Malerei und Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weissensee und 2009 an der Accademia di Belle Arti, Bologna. 2014 erhielt er ein Otmar-Alt-Stipendium. Seine Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, Italien und der Schweiz gezeigt.

Gil Schlesinger - Grafik und Malerei

Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 15. März bis 26. April 2015
Eröffnung am Sonntag, dem 15. März um 11 Uhr. Eintritt frei!

Gil Schlesinger wurde 1931 geboren und lebte von 1948 an in Israel. Er arbeitete in verschiedenen Berufen und hatte Kontakt mit Intellektuellen und Malern (u. a. Jehuda Bacon). 1955 übersiedelte er in die DDR. Von 1960 bis 1962 besuchte er die Fachschule für angewandte Kunst (Lehrer Kurt Hölzer und Gerhard Eichhorn) mit Abschluss in Theatermalerei. Bis 1967 hatte er Anstellungen als Theatermaler in Anklam, Dessau, Meiningen und Leipzig. 1967 erfolgte seine Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR. Seitdem lebte und arbeitete er freischaffend in Leipzig.

1980 erfolgte sein Umzug nach München. Er wurde dort 1985 Mitglied des Bundes Bildender Künstler/München und Oberbayern. Seit 1992 ist er Ehrenmitglied des Bundes Bildender Künstler in Leipzig, seit 1994 Mitglied der Freie Akademie der Künste zu Leipzig. 1999 erfolgte sein Umzug nach Pfaffenhofen an der Ilm.

Die Arbeiten Gil Schlesingers entwickelten sich aus Quellen der klassischen Moderne. Er brachte die Freiheiten der Abstraktion in das von dogmatischer Strenge bestimmte Kunstbild der 1960er und 1970er Jahre nach Leipzig. Seine lyrischen und oft stark farbigen Bilder, Zeichnungen, Grafiken und Collagen hatten einen prägenden Einfluss Studierende der Leipziger Kunsthochschule. Berliner, Rostocker, Erfurter und Chemnitzer Künstler suchten seine Nähe. Mit unkonventionellen Materialien, wie ungrundierter Sackleinwand, gebrauchtem Seidenpapier, Collagen aus Fundstücken, regte er an und forderte gleichzeitig zu Auseinandersetzung heraus. Seine geistige Freiheit erlaubte ihm Offenheit und Mut auch in politischer Hinsicht. So wurde er zu einer Art „Vaterfigur“ in der alternativen Leipziger Kunstszene. Diese Wirkung klang noch nach, als er die DDR längst verlassen hatte: Künstler des „1. Leipziger Herbstsalon 1984“ hatten zu seinem Kreis gezählt.

Seit 1980 entstanden umfangreiche Zyklen (u. a. Arabischer Zyklus, Göttliche Komödie, Posaunenbilder, Brandenburger Tore). Metaphern zur Geschichte manifestierten sich in mit Asche und Erde realisierten Großformaten.

Das von Anbeginn seiner künstlerischen Arbeit entstandene grafische Werk beinhaltet eine große Zahl von Zeichnungen, handgedruckten Holzschnitten und Siebdrucken.

Eva Niemann (Malerei) - Eva Backofen (Plastik)

Galerie im Ersten Stock Ausstellung vom 18. Januar bis 1. März 2015
Eröffnung am Sonntag, dem 18. Januar um 11 Uhr

Eva Niemann
studierte Malerei in HdK Berlin bei dem Hallenser Maler Hermann Bachmann.

Ausgangspunkt ihrer Malerei ist die Farbe selbst. Ihre Bilder leben außerhalb gegenstandsbezogener Assoziationen.

Nuancen und Kontraste werden ausgelotet und zum Gesamtklang eines Bildes, einer Serie geführt. Neben der Malerei entstehen Buch- und Klangobjekte.

Sie erhielt für ihre Arbeit Stipendien der Karl-Hofer-Gesellschaft, des Berliner Senats, Aufenthaltsstipendien in der Villa Serpentara, Olèvano, (I) und im Haus Lukas in Ahrenshoop.

Sie unterrichtet als Gastprofessorin das Fach Farbe-Licht-Raum an der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle.

Eva Backofen

studierte Bildhauerei bei Gerd Jaeger an der HfbK Dresden. Seit 1980 ist sie freischaffend tätig. Sie fand zu einer expressiven Formsprache.

Ein wesentliches Thema stellt die Balance der Formen und ihre Verschiebungen im Raum dar. Im Laufe der Zeit sind an die Stelle zeichenhafter und fragil durchbrochener Arbeiten eher ausgewogene Kompositionen getreten. Das bevorzugte Material dafür sind Zöblitzer Serpentin und Sandstein. In der Ausstellung sind zahlreiche kleine Studien und Tierplastiken zu sehen, die gleichzeitig entstanden sind. Gezeichnete Studien hängen neben „Zetteln“, die zu Themen erarbeitet werden, die aktuell bewegen.

2010 erhielt Eva Backofen den Sächsischen Kleinplastikpreis in Ölsnitz.

Duett

Die Künstlerinnen lernten sich 1991 bei dem ersten selbst organisierten Ost-West Projekt „kARToffel“ kennen. Neun Künstler aus Dresden und Westberlin hatten über mehrere Jahre Ausstellungen unter Einbeziehung von Literatur und Musik durchgeführt.

Seit 2009 arbeiten beide unabhängig voneinander zu den Themen „Wolken“ und „Zettel“. Erste Ideen verdichteten sich im Laufe der Zeit zu einer umfangreicheren Gegenüberstellung ihrer Farb- und Raumklänge im „Duett“


Die Fotos der Arbeiten sind von Christina Starke, Dresden und Gunter Lepkowski (Berlin)

Nobert Nippoldt - Von Berlin bis Hollywood

Von Berlin bis Hollywood - Buchkunst von Robert Nippold
Ausstellung vom 22. November bis 4. Januar 2015, Eintritt frei!
Eröffnung (ausnahmsweise) am Samstag, dem 22. November, um 17 Uhr

Robert Nippoldt wurde 1977 in Kranenburg am Niederrhein geboren. Nach der Schule verirrte sich der Richtersohn kurz in den Rechtswissenschaften, bevor er im Sommer 1999 nach Münster kam, um dort an der Fachhochschule Grafik und Illustration zu studieren. Sein Diplombuch „Gangster. Die Bosse von Chicago“ fand gleich einen Verleger, und Nippoldt konzentrierte sich fortan auf die Buchkunst. Nach zweijähriger Arbeit erschien im Herbst 2007 sein zweites Buch „Jazz im New York der wilden Zwanziger“, das von der Stiftung Buchkunst zum schönsten deutschen Buch 2007 gekürt wurde. Der dritte Teil der Trilogie, „Hollywood in den 30er Jahren“, wurde im Herbst 2010 veröffentlicht. Nippoldts Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen u.a. in Berlin, Darmstadt, Essen, Frankfurt, Leipzig und München gezeigt. Mit seinen tollkühnen Buchprojekten lehrt er sich und seine Verleger das Fürchten. Wenn er nicht gerade schnorchelt oder versucht seine Gitarre zu stimmen, zeichnet er vermutlich im Moment in seinem Atelier am alten Güterbahnhof von Münster.

Robert Nippoldt ist Dozent an der Akademie Regensburg und an der Fachhochschule Münster Fachbereich Design

 

Presse:

„Hollywood in den 30er Jahren“ „Hollywood in den 30er Jahren ist ein perfekt in Szene gesetzter Bildband, der optisch und inhaltlich auf ganzer Linie überzeugt. Oder anders gesagt: Er ist schön wie die Garbo, elegant wie Fred Astaire und quirlig wie die Marx Brothers. So leichtfüßig, so lebendig, so geistreich, aber vor allem so originell wurde diese Epoche sicher noch nie porträtiert.“ Deutschlandradio Kultur, Dezember

„Gangster. Die Bosse von Chicago“ .) „Ein wunderbares Panorama des Gangstermillieus der 20er Jahre...so schön und so blutig war lange kein Buch mehr.“ NDR TV, Kulturjournal

„Jazz im New York der wilden Zwanziger“ „Selten hat man ein Buch in Händen gehalten, das in seiner künstlerischen Gestaltung so vollendet und ästhetisch attraktiv erscheint und zugleich den eigentlichen Gegenstand, den Jazz und seine Zeit, so stilsicher erfasst.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Der Jazz in Deutschland“ „So möchte ich abschließend nur noch darauf hinweisen, dass die Edition Der Jazz in Deutschland auch grafisch gelungen ist, dank der tollen Arbeiten des Illustrators Robert Nippoldt, der bereits mit dem Buch Jazz im New York der wilden Zwanziger (Gerstenberg Verlag) bewiesen hat, wie gut er diese Musik versteht.“ Süddeutsche Zeitung Magazin

Ausstellung Malte Brekenfeld und Dirk Wunderlich

Ausstellung vom 28. August bis 5. Oktober 2014
Malte Brekenfeld – Porträts – Szenische Bilder, Dirk Wunderlich – Plastik
Eröffnung am Donnerstag, dem 28. August 2014, um 19.30 Uhr
Eintritt frei! Das Gespräch mit den Künstlern führt Rainer Schulze.


Malte Brekenfeld

geboren 1966 in Teterow; 1987/88 wiss. Hilfszeichner am Anatomischen Institut der Universität Rostock; 1988-93 Studium und Diplom im Fach Kommunikationsdesign an der Kunsthochschule Berlin- Weißensee; seit 1993 freiberuflich als Zeichner, Maler und Objektkünstler in Repnitz,

„…Die optische Ordnung der Welt täuscht. Unter dem Firnis der Sehgewohnheiten schlafen die Dinge. Ein Zusammenhang reißt, und aus den Fugen quillt die vergessene Dämonie der Dinge hervor. Mit dem gewohnten Blick hält man sie in Schach, fügt sie in Bedeutungszusammenhänge, Funktionen, glatte Oberflächen. Das Auge hält die Dinge vom Leib. Der Abstand macht sie zu Gegenständen, glättet ihr Antlitz und gibt die Gewissheit der Grenze zwischen ihnen und mir. Ein kurzes Versehen stört das Gleichgewicht, der Blick irrt ab, verliert Halt, die Dinge reißen an den Nähten, brechen hervor und blicken in entsetzlicher Fremdheit zurück. Das ist der Böse Blick.

Dirk Wunderlich

Dirk Wunderlich wurde 1960 in Berlin geboren. Er absolvierte eine Stukkateursausbildung und arbeitet seit den 80er Jahren als freischaffender Künstler.

Sein Werk zeichnet sich durch die Neuformulierung des Figürlichen in der Bildhauerei aus. Frühe Arbeiten zeigen hoch aufragende Menschen-Figuren, schmale Frauenleiber aus Holz, eher an traditionelle afrikanische Bildhauerei erinnernd als an westlichem Kontext orientiert. Seit einigen Jahren erschafft Wunderlich unter Verwendung von gefundenen Knochenteilen und Kunstharz Mischwesen, die wie Maschinen durchnummeriert werden, dabei aber gleichzeitig Prototypen mikroskopischer oder prähistorischer Lebensformen darstellen könnten. Der Künstler aus dem Ort Kneese östlich von Rostock überzeugt mit seinen rätselhaften Skulpturen, die schillernde Fabelwesen sowohl Tiere, Pflanzen als auch Maschinen darstellen könnten.

Ausstellung Timm Kregel - Plastik und Malerei

Timm Kregel - Die Gabe der Landschaft – Malerei und Plastik
Ausstellung vom 16. Oktober bis 16. November 2014 in der Galerie im Ersten Stock
Eröffnung am Donnerstag, dem 16. Oktober, um 19.30 Uhr, Eintritt frei!

Timm Kregel wurde 1957 in Leipzig geboren und legte 1975 in Rossleben an der Unstrut sein Abitur ab. Zwischen 1977 und 1979 studierte er bis zum Vordiplom Innenarchitektur an der renommierten Hochschule für Kunst und Design in Halle/ Burg Giebichenstein. Anfang der 80er Jahre war er dann zunächst als Marionettenbauer am Puppentheater Halle tätig. Hieran schloß sich, wiederum an der Burg Giebichenstein, ein fünfjähriges Studium der Malerei und Grafik in der Klasse Prof. Frank Ruddigkeit an, ein Studium, das Timm Kregel mit dem Diplom beendete.. Seit 1989 diverse Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland. Timm Kregel erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Bereits seit 1986 ist Timm Kregel freischaffend tätig. Die freie Tätigkeit wurde durch einen langjährigen Lehrauftrag im Fachbereich Malerei, Grafik und Glas an der Burg Giebichenstein flankiert, aber auch durch Preise und durch Arbeitsstipendien des Kulturfonds Berlin sowie wie Wissenschaft und Kunst. Denn seit 1999 ist Timm Kregel in Thüringen ansässig: In Gorsleben bei Bad Frankenhausen hat er ein altes Schulhaus besiedelt. Die Schule dient ihm als Atelier, in dem Timm Kregel – zumeist in den Stunden zwischen Mitternacht und Morgengrauen – sägt, malt und druckt.

Denn auch die Malerei hat Timm Kregel bei aller Konzentration auf die Bildhauerei nicht verlernt. Figurative Auftragswerke etwa für den sakralen Raum bezeugen dies ebenso wie eine mehrjährige Tätigkeit für die Stiftung Weimarer Klassik, während der Timm Kregel die Wandgestaltung des Römischen Hauses im Park an der Ilm rekonstruierte.

…Unübersehbar ist, daß Zahlensymbolik im Werk Kregels eine herausragende Rolle spielt. Die überwiegende Mehrzahl der Arbeiten bezieht die Ausgewogenheit der Gestaltung aus einer Balance gedoppelter und/ oder verdreifachter Elemente: Das Werk ohne Titel, die Stufen hoch, was wir als grüne „Palme“ bezeichnet hatten, breitet dreimal drei wulstige Blätter aus (in drei Etagen je drei). Im Eisenpfad, auch einem ganz neuen Werk, begegnen wir der „Palme“ und Für B. in Gestalt der Monotypie noch einmal. Mit dieser Zahlensymbolik – oder ist es gar eine Zahlenmystik? – greift Timm Kregel auf ein Grundmuster zurück, welches das Fundament nicht nur unserer Kultur, sondern vieler Kulturen rund um den Erdball legt: Es ist der Dualismus der Gegensätze von Tag und Nacht, Hell und Dunkel, Sommer und Winter, Himmel und Hölle, Gut und Böse, Kultur und Natur – und nicht zuletzt der Dualismus der Geschlechter. Die Frage, wie innerhalb dieser Gegensätze ausbalanciert wird, ob beide Teile der genannten Gegensatzpaare in ihr Recht gesetzt werden, ist wesentlich für die Charakteristik einer jeden Zivilisation. So kämpft bei uns derzeit schon die hohe Politik mit den Auswirkungen der Tatsache, daß das Verhältnis von Natur und Kultur hier viel zulange nicht im Gleichgewicht war.

Ausstellung Hans-Hermann Richter

Hans Hermann Richter (Huy Neinstedt) - Alte und neue Arbeiten auf Papier und Leinwand
3. Juli bis 17. August 2014
Eröffnung am Donnerstag, dem 3. Juli um 19.30 Uhr Eintritt frei!

Hans-Hermann Richter
1944 in Militsch (Oberschlesien) geboren
1962 Abitur in Roßleben, Lehre als Möbeltischler
1965 Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein
1971 Diplom als Baukeramiker, freiberuflich tätig als Keramiker, Maler und Grafiker
seit 1972 Mitglied im VBK-DDR
seit 1973 zunehmend Auseinandersetzung mit der Malerei
1978-81 Meisterschüler bei Prof. Willi Sitte
Lebt in Huy-Neinstedt und in Bottendorf

Zu seinen frühen Arbeiten gehört das Stillleben. Unzählige Bilder mit Violine, dem Vogelnest, einem Glas und Leinentuch entstehen.

Sind diese Gegenstände einfach nur da, die er wieder und wieder malt? Vielleicht. Richter ist der Vortrag, die Art und Weise seiner Malerei wichtiger als Gegenstand oder Inhalt.

Hans-Hermann Richter malt seit vielen Jahren Landschaften. Es sind Variationen, eine immer wiederkehrende Auseinandersetzung mit derselben Landschaft. Richter malt nicht nur Landschaft, er wohnt in einer Landschaft. Er lebt und arbeitet in dem kleinen Ort Huy-Neinstedt, in Sachsen-Anhalt. Namensgeber seiner Ortschaft ist ein Waldstück, ein kleiner Höhenzug nordöstlich des Harzes, namens Huy. An diesem idyllischen Harzrand hat er vor vielen Jahren seinen Arbeitsort gewählt. Hier müssen wohl zwangsläufig seine Landschaften entstehen. (Kim Button-Galerie)

Mit dem Ablesen der Motive kommen wir nicht weit, Hans-Hermann Richter provoziert den Vergleich als Methode zur Beobachtung, oder zur Ermittlung des Besonderen, was jedes Kunstwerk für sich beanspruchen muß. Denn er stellt das Einzelwerk heraus, zeigt was es erforscht, auf was es beharrt, wogegen es sich abgrenzt, wohin es überleitet, ob es sich rückbesinnt und was es neudefiniert, also von welchen Beweggründen es getragen wird...

Am Ende stellt jedes einzelne Bild seine Glaubwürdigkeit in der Bezugnahme zum Leben her, aus dem es kommt - in Konflikt und Übereinkunft, die der Künstler mit seiner Lebenswirklichkeit zu schließen und zu klären sucht, oder der er sich ausgesetzt fühlt.

Ronald Paris

RONALD PARIS Bilder – Gouachen – Aquarelle aus der Toskana, 1. Mai bis 22. Juni 2014
Eröffnung am Donnerstag, dem 1. Mai 2014, um 19.30 Uhr
Das Gespräch mit dem Künstler führt Rainer Schulze.

„Es ist nichts Neues festzustellen, daß alles in der Welt raschen Veränderungen unterliegt. Ich bekenne aber meine Erschütterung angesichts der derzeit radikalen, allumfassenden Infragestellung von Utopien und Lebensvorstellungen. Doch auch das heute Bestehende unterliegt für mich dem schöpferischen Zweifel. Neues wird und muß sich entwickeln.

In meiner Kunst neige ich zu Maximen, die Kontinuität und Entdeckerfreude gleichermaßen einschließen: Respekt vor der elementaren Natur, vor ihr zu arbeiten, sich ständig zu „befragen“; Respekt aber auch vor der Kunstgeschichte, im Sinne von Bewahrenwollen ihrer Werte, ohne Furcht, als konservativ zu gelten.

Bildordnung erfordert Denkordnung. „Sich ein Bild machen“ heißt auch: die Erregung des Künstlers sichtbar werden zu lassen. Ich sehe mich in der Reihe der Maler, die weniger einen „Stil“ suchen, als vielmehr „unterwegs“ sind, lebendig und offen auch für jenes, was unbewußt im Arbeitsvorgang entstehen kann…“ (Ronald Paris)

„…Bei einigen Gouache-Blättern von Ronald Paris kann ich lange und neidisch auf das Treiben der kleineren und größeren Farbflecke schauen, transparente und matte, pulsierende und stehengebliebene Pigmentfigurationen, die nebeneinander und übereinander in mehreren Schichten ein aktives Eigenleben entfalten. Diese Arbeiten sind offensichtlich in der konzentrierten Atmosphäre des Ateliers entstanden und unterscheiden sich von den spontanen Studien vor der Natur. Ronald Paris schaut malend. Die Studien vor der Lanschaft sind schnell fixierte Zeichen für sinnliche Empfindungen: Wärme, Licht, Gerüche der Trockenheit, Laute, vielleicht der Grillen, vielleicht einer fernen Dorfglocke; Stille, die gemacht ist aus dem Surren der Insekten oder dem lautlosen Schleichen einer mageren Katze… (Nuria Quevedo)

Ronald Paris wurde am 12. August 1933 als Sohn eines Theaterschauspielers und einer Weißnäherin geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Weimar begann er 1948 eine Lehre als Kunstglaser und Glasmaler in Weimar. Von 1953 bis 1958 studierte er Wandmalerei an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee bei Kurt Robbel, Arno Mohr, Bert Heller, Gabriele Mucchi und Toni Mau. Seit 1959 arbeitet er freischaffend. Von 1993 bis 1999 hatte er eine Professur an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle inne. Ronald Paris lebt und arbeitet seit 1985 in Rangsdorf bei Berlin.

Ausstellung Iris Bodenburg und Pauline Ullrich

Tanzender Stern - Malerei - Grafik - Plastik
Eröffnung am Sonntag, dem 23. März um 11 Uhr in der Galerie im Ersten Stock zum Museumsfrühling.


Iris Bodenburg
1958 in Halle / Saale geboren
ab 1975 Medizinisch-techn. Assistentin
1977 Geburt der Tochter Linda
1985 - 1990 Studium Grafik / Malerei an der Hochschule für Kunst und Design Halle – Burg Giebichenstein bei Prof. Frank Ruddigkeit und Prof. Otto Möhwald
1990 - 1993 Meisterschülerin an der Akademie der Künste Berlin bei Prof. Werner Tübke und Prof. Gerhard Kettner
1995 Privatschülerin in Nanjing, China
seit 1993 freiberuflich in Halle / Saale und Salzatal/Lieskau tätig
seit 1986 Beteiligung an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, Einzelausstellungen in Deutschland und Österreich, Kunstmessen in Deutschland und der Schweiz
seit 1987 zahlreiche Studienreisen weltweit.

Pauline Ullrich
1979 in Halle/Saale geboren
1998 bis 2005 Studium an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design
2005 Diplom
Bis 2007 Aufbaustudium „Malgründe“, seitdem freiberuflich tätig
Zahlreiche Auslandsaufenthalte, Stipendien und Preise, Ausstellungen, Ausstellungebeteiligungen

Ausstellung Feliks Büttner

Feliks Büttner - Verzweigung Grafische Arbeiten
Ausstellung vom 7. November 2013 bis 5. Januar 2014
Eröffnung am Donnerstag, dem 7. November 2013, um 19.30 Uhr Galerie im Ersten Stock

Wenn es eine Musik gibt, die zu Feliks Büttners Bildern passt, dann ist es der Jazz. Ausgelassen sind seine Arbeiten, sie zeigen kräftige Farben und Striche, stets versehen mit einer guten Portion Witz – gleichgültig, ob die Bilder im Atelier oder unter großem Hallo bei einer von Büttners Malaktionen vor Publikum entstanden sind. Büttners Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen und Collagen tragen eine unverkennbare Handschrift, seine Poster sind international gefragt. Bei Ausschreibungen räumt der Rostocker Künstler regelmäßig Preise ab. Weniger bekannt ist sein wunderbares Frühwerk, das zumeist aus Ölbildern von Landschaften und vornehmlich Frauenporträts besteht.

Feliks Büttner lebt in einer 170 Jahre alten ausgebauten Holländermühle in Rostock-Lichtenhagen. Geboren wurde er 1940 in Merseburg. Er absolvierte Ausbildungen zum Dekorateur und Plakatgestalter in Zeitz und Heiligendamm und arbeitete als Theatergrafiker in Rostock und Frankfurt/Oder. Als Künstler ist er weitgehend Autodidakt. Sein populärstes Werk dürfte die Gestaltung der AIDASchiffe mit Augen und Kussmund sein. Büttner ist Mitglied der renommierten Schweizer Künstlervereinigung Alliance Graphique International und unterrichtet künstlerischen Nachwuchs an der Rostocker Technischen Kunstschule.


17.05.1940 in Merseburg geboren

1956-60 Ausbildung zum Dekorateur und Plakatmaler in Zeitz

1960-61 Umzug nach Mecklenburg, Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst

1967 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler

seit 1980 bevorzugtes künstlerisches Arbeitsgebiet wurde das Plakat, speziell zu den

Themen Theater und Musik zahlreiche Preise auf nationalen und internationalen Plakatwettbewerben und -ausstellungen

1994 Ausgestaltung des Clubschiffs AIDA, (mit AUGE und KUSSMUND hat Feliks Büttner das wohl bekannteste Gesicht der Kreuzfahrtgeschichte geschaffen)

bis 2010 Dozent für Illustration an der Rostocker Technischen Kunstschule bis heute ist er Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Illustrator und Plakatkünstler zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland

Ausstellung Manfred Gabriel (Burg)

Lautlos innehalten Malerei und Grafik
Vom 23. Januar bis 9. März 2014
Eröffnung am Donnerstag, dem 23. Januar 2014 um 19.30 Uhr. Eintritt frei!


Manfred Gabriel

1939 in Halle/Saale geboren, Lehre als Gebrauchswerber, privater Zeichenunterricht in Halle bei Otto Fischer-Lamberg

1959 bis 1962 Studium an der Fachhochschule für angewandte Kunst in Magdeburg,

1967 Diplom an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein, Fachbereich Malerei, bei Hannes H. Wagner.

bis 1970 neben freiberuflicher Tätigkeit als Maler und Grafiker, Mitarbeit und Mitgliedschaft bei der Werkgenossenschaft „Glasgestaltung Magdeburg“

Ab 1970 in Magdeburg freiberuflich als Maler und Grafiker tätig.

Seit Ende der fünfziger Jahre fast jährliche Sommeraufenthalte an der Ostsee bei Prerow, die auf die künstlerische Arbeit prägenden Einfluß nehmen.

1972 mehrwöchiger Arbeitsaufenthalt bei Otto Niemeyer-Holstein auf Usedom, weitere Aufenthalte folgen bis zu seinem Tode 1984.

Neue künstlerische Impulse resultierten seit 2006 aus alljährlichen Sommeraufenthalten in Schweden.

1980 Kunstpreis des Bezirkes Magdeburg

1992 Umzug nach Burg bei Magdeburg

1994 Kunstpreis des Landes

XAGO - Romantik keimt in Ironie

Zeichnungen - Bilder - Künstlerbücher vom 12. September bis 27. Oktober 2013 in der Galerie im Ersten Stock.
Eröffnung am Donnerstag, dem 12.09.2013 um 19.30 Uhr


XAGO in Wernigerode

„Romantik keimt in Ironie“

XAGO wird 1942 als Rolf Schröder in Elsterwerda geboren und verlebt seine Schuljahre dort.

Wechselnd zählen Biologie, Physik, Mathematik oder Literatur zu seinen Lieblingsfächern. Er zeichnet auch gern, aber wie er zeichnet, stößt nicht bei allen Lehrern auf Gegenliebe. Schon früh führt ihn der Großvater an die griechischen Philosophen, so auch zu AnaXAGOras und an die Farben. Seine kunstphilosophischen Ambitionen werden geboren.

Im Braunkohlenkombinat Lauchhammer absolviert er eine Berufsausbildung mit Abitur, um danach in Berlin Kultur und deren Wissenschaften zu studieren.

Mit dem Diplom in der Tasche wird er Assistent an der Filmhochschule Babelsberg. Zeichnungen von Regisseuren wie Eisenstein und Fellini begeistern ihn. Begegnungen mit dem Filmemacher und Maler Jürgen Böttcher (alias Strawalde) sowie dem russischen Regisseur und Maler Tarkowski werden für seine künftige Orientierung wichtig und neben der Farbe findet er die Linie, die ihn seitdem nicht mehr verlässt. Er malt, zeichnet und signiert nun mit Rolf XAGO S.

Das Interesse für Bauhaus und Städtebau ziehen ihn an die Deutsche Bauakademie. Dort beschäftigt er sich mit der Städtebausoziologie. Die ersten Ausstellungen seines künstlerischen Schaffens folgen. Doch er stolpert über einen von ihm sehr verehrten Bauhaus-Künstler, als er 1975 in der URANIA gemeinsam mit dem Kunsthistoriker Diether Schmidt einen Vortrag über Paul Klee hält. An den nächsten Tagen berichten der RIAS und der BBC darüber. Die Kündigung folgt, denn Paul Klee und seine Ideen sind zu dieser Zeit in der DDR noch nicht gesellschaftsfähig.

Im unfreiwilligen Glück der Selbständigkeit wird XAGO durch Freunde ermuntert und widmet sich ganz seinem bisherigen „Nebenberuf“ als Maler, Zeichner, Grafiker und hat Erfolg in der Kunst und Buchgestaltung.

Nach dem Geschichtsknick 1989 ändert sich vieles für ihn. Am 4. November ist er als Mitorganisator auf dem Berliner Alexanderplatz dabei. 1990, in der Noch-DDR, wird er zum ersten – und letzten – demokratisch gewählten Präsident des Verbandes der Bildenden Künstler und als dessen „Erster Sprecher“ bestimmt. Zwei seiner Zitate aus dieser Zeit sind bemerkenswert: „Verliert nicht das Brot unter der Butter“ und „Macht wie ihr wollt, so ihr könnt“.

Sie gelten auch für ihn, als man ihn 1991 als deutsch-deutschen Künstler in das legendäre Stadtforum Berlin an den Tisch der Querdenker und Zwischenrufer beruft. Seit etwa 1992 widmet sich Xago verstärkt einer weiteren Begabung. Erlebtes und Erdachtes führt zu bibliophilen Künstlerbücher, in denen er seine Welt nicht nur als Zeichner und Buchgestalter, sondern auch als Dichter zeigt.

Mehr unter: http://xago.net

Von jedem etwas

18. Juli bis 1. September 2013
Eröffnung am Donnerstag, dem 18. Juli 2013 um 19.30 Uhr. Eintritt frei!
Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock

Ralf Zimmermann - Malerei

geb. 1969 in Wernigerode

1995 Diplom an der Burg Giebichenstein, Halle

1995-1997 Meisterschüler bei Gudrun Brüne

freischaffend

 
Nicole Bauer - Schmuck

geb. 1983 in Zwickau

2003-2009 Studium an der Burg Giebichenstein, Halle

freischaffend

Jürgen Schöneck - Metallplastik

geb. 1963 in Stolberg

bis 1990 Feinmechaniker an der Akademie der Wissenschaften

1994 Studium an der Burg Giebichenstein, Halle

freischaffend

Andrea Sosinski - Keramik-Design

2006 Diplom an der Burg Giebichenstein, Halle

2006 Gründung Designbüro NIMTSCHKE DESIGN

freischaffend

Karl Georg Hirsch, Durcheinander - zum 75. Geburtstag

Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 26. Mai bis 7. Juli 2013
Eröffnung am Sonntag, dem 26. Mai 2013, um 11 Uhr

Karl-Georg Hirsch wurde 1938 in Breslau geboren. Er studierte von 1960-65 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und ist seit 1970 Leiter der Werkstatt Holzschnitt.

1978 bis 1987 war er Vorsitzender der Grafikgruppe des Verbandes Bildender Künstler, seit 1989 Professor – lebt und arbeitet in Leipzig und Dölitzsch.

Sein umfangreiches Œuvre konzentriert sich auf die Technik des Holzstichs, umfasst aber auch Zeichnungen, Holzschnitte und Radierungen. Hirsch arbeitet vor allem mit Zwischentönen im einfachen Schwarzweiß; Farbe verwendet er, abgesehen von wenigen handkolorierten Blättern, nur ausnahmsweise. Künstlerische Inspiration schöpft er vor allem aus Lyrik und Texten der kürzeren Prosa, für die er kongeniale Illustrationen schafft. Dabei arbeitet er mit Dichtern und Schriftstellern sowie Typographen eng zusammen, um das Buch als Endprodukt eines solchen künstlerischen Schaffensprozesses als organische Einheit von Text und Illustration zur Wirkung auf den Leser zu bringen.

Auch ältere Literatur fordert den engagierten Illustrator heraus, wie Texte von Puschkin, Gogol oder Stevenson. Hirsch arbeitet u.a. für den Aufbau-Verlag, die Leipziger Solomon-Presse, die Burgart-Presse Jens Henkel in Rudolstadt, wo 1996 und 2008 auch das Werkverzeichnis zu seinem buchkünstlerischen Œuvre erschien, und die Büchergilde Gutenberg.

Nach ersten Arbeiten für das Leipziger Haus des Insel Verlags zu Werken von Stevenson (Insel-Bücherei Nr. 302/2 und 859, siehe unten) ist er für diesen Verlag und diese Buchreihe seit den 1990er Jahren verstärkt tätig und hat zum hundertjährigen Jubiläum der Buchreihe 2012 den seit 1912 unter der Nummer 1 im Reihenprogramm befindlichen Titel Rainer Maria Rilkes Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke, mit Schabblättern illustriert.

Prof. Hirsch hat sich seit 1983 für die Einrichtung eines Grafikzentrums in Wernigerode engagiert und ist somit einer der Väter des Kunst- und Kulturvereins. Wir freuen uns besonders, daß wir ihn zu seinem 75. Geburtstag mit einer Ausstellung ehren können.

Ausstellung - Augenpraxis - Malgorzata Konwerska (Hannover)

Ausstellung der der Galerie im Ersten Stock vom 24. März bis 20. Mai 2013
Eröffnung und Gespräch mit der Künstlerin am Sonntag, dem 24. März 2013 um 11 Uhr im Rahmen des Wernigeröder Museumsfrühlings.


Malgorzata Konwerska 


1943 geboren in Posen, Polen

1944 Studium an der Hochschule für Bildende Künste, Posen, bei Prof. St. Teisseyre

Seit 1983 lebt sie in Hannover

Seit 1985 Mitglied im Bund Bildender Künstler in Niedersachsen ,

überwiegend als Illustratorin tätig

Einzelausstellungen:
1999 Arsenal, Städtische Galerie , Posen
Schloss Landestrost, Neustadt
2005 Künstlergruppe arche, Hameln
2008 Galerie im Stammelbach-Speicher, Hildesheim
2012 Romantik, Bad Rehburg

Malgorzata Konwerska malt Köpfe, Gesichter und Figuren. Das allein, möchte man denken, würde ja ausreichen, zumal, wenn sie allesamt mit solcher Ausdruckskraft daherkommen. Dann aber zerstört sie ihre Malerei, zersplittert das Intakte, zerfetzt das Verbunde, entstellt die geordnete Ordnung. Und dann fügt sie die Fragmentierungen dreidimensional neu zusammen und verrückt die einzelne Fragmente so, dass sie als Ganzes wohl sich zusammenfügen, aber doch nicht auf den ersten Blick und erst recht nicht von jedem beliebigen Standpunkt aus. (...)

Die sichtbaren Dinge verwandeln sich, wenn ich den Ort wechsele, von dem aus ich sie ansehe.

Malgorzata Konwerskas Kunst ist unabweisbar eine Allegorie des Lebens und des Sehens:

Nichts ist, wie es ist... Dr. Norbert Hilbig

Ausstellung Steffen Volmer (Chemnitz)

Herz - Grafische Arbeiten und Künstlerbücher Eröffnung am Donnerstag, dem 24. Januar 2013 um 19.30 Uhr

Steffen Volmer
Geboren 1955 in Dresden, Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Meisterschüler bei Prof. Gerhard Kettner, Dresden. Lebt und arbeitet in Chemnitz.

Die menschliche Figur steht im Zentrum von Steffen Volmers Bildfolgen. Sie durchwandert geheimnisvolle Seelenlandschaften auf der Suche nach dem wahren Sein. Ihre Räumlichkeit und Sinnlichkeit geben den Figuren Lebensnähe, Kraft und Würde. Die Figuren beschreiben die Vereinzelung des Menschen, den Verlust der Einheit zwischen Mensch und Welt, ohne die Hoffnung auf Erneuerung zu verlieren.

Mensch ist in Volmers Bildern Teil der Natur, die ihn schützend umgibt und ihren Ausdruck in Gedanken und Gefühlen hat. Die Natur mit ihrem unendlichen Kreislauf ist die Lehrmeisterin.

Die Frage „Wohin des Wegs?“ – hat sich Steffen Volmer selbst schon oft gestellt. Sie war für ihn früher eher zu vernachlässigen, unbeschwert und ohne Furcht hat er einfach allen Wünschen nach frank und frei den Weg beschritten. Heute streuen „Wenn“ und „Aber“ ihren feinen Sand ins Tagwerk und hindern den Künstler daran, die Frage für sich selbst, geschweige denn, für einen anderen, schlüssig zu beantworten.

Wer da fragt, „Wohin des Wegs?“ steht meistens still am Orte – die sich plagen, ziehen vorüber, kümmern sich um eigne Wege...

Mensch - Figur - Zeichen: Inge Jastram - Susanne Rast

Mensch Figur Zeichen: Susanne Rast - Plastik, Inge Jastram - Grafik
Vom 18. November 2012 bis 6. Januar 2013
Ausstellungseröffnung am Sonntag, dem 18. November 2012, um 11 Uhr
Das Gespräch mit den Künstlerinnen führt Rainer Schulze.

Susanne Rast

Jahrgang 1962 Töpferlehre in Ahrenshoop, studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Jo Jastram, Rolf Biebl und Eberhart Bachmann. Diplom/Magister Artium an der Kunsthochschule Berlin Lehrtätigkeit an der TU Braunschweig seit 2005 Dozentin an der Kunstschule Rostock lebt und arbeitet freischaffend in Kneese bei Rostock

Die Bildhauerin aus dem Norden beherrscht ihr Handwerk virtuos, mit sensibler, sicherer Hand und expressiver Kraft. Die menschliche Figur ist bei Susanne Rast Ausgangspunkt, Weg und Ziel - und immer Ausdrucksträger eines differenzierten und spannungsvollen Verhältnisses der Menschen zur Wirklichkeit in dieser Welt.

Inge Jastram

Von 1952 bis 1957 studierte sie an der Kunsthochschule in Berlin und erhielt ihr Diplom als Buchgrafikerin. Ihre Mentoren waren Werner Klemke, Paul Kuhfuss und Ursula Wendorff-Weidt.

Mit ihrem Mann Jo Jastram zog sie Ende der 1950er Jahre nach Rostock, seit 1973 lebten beide auf einem Hof in Kneese bei Marlow

Inge Jastram war in der DDR vor allem für den Hinstorff Verlag und den Eulenspiegel-Verlag als Buch- und Zeitungsillustratorin tätig und zeichnete Wandbilder mit Feliks Büttner. Sie hat sich als Buchillustratorin und mit architekturbezogenen Arbeiten einen Namen gemacht. Sie ist eine der besten Radiererinnen Deutschlands, zeigt ganz eigene Gefühlswelten, erotische Phantasien, Eitelkeiten und Koketterien, aber auch durch Unterstützung von Minderheiten. Sie bekennt sich in ihrem künstlerischen Schaffen ausdrücklich zu einer Wahlverwandtschaft mit Henri de Toulouse-Lautrec und George Grosz. Inge Jastram besticht durch ihre Perfektion der graphischen Technik und handwerkliche Fähigkeit. Seit 2004 hat sie ihr Schaffen um Zeichnungen und Aquarelle erweitert.

Ausstellung von Ulrich Wallenburg

Die andere Sicht Visualistisch. Konstruktiv. Konkret Farbfotografien von Ullrich Wallenburg
Eröffnung am Donnerstag, dem 20. September 2012 um 19.30 Uhr.
Im Gespräch mit dem Künstler: Jörg-Heiko Bruns und Rainer Schulze

Der Kunstwissenschaftler Ullrich Wallenburg, der sich auf den Gebieten Plakat und Fotografie als Theoretiker mit internationalem Renommee einen Namen gemacht hat, begibt sich seit nunmehr sieben Jahren als einst gelernter Fotograf auf alte Pfade. In kurzer Zeit hat er mit dem analogen als auch digitalen Medium ein beachtliches Werk geschaffen, das der Konkreten Kunst sehr nah steht. Die Wurzeln dafür sind wohl in sehr frühen Begegnungen mit dem Konstruktivismus eines El Lissitzky zu suchen. Nun drängt es ihn, seine eigenen Bilder zu schaffen. Allerdings komponiert oder konstruiert er nicht seine Spannungsfelder von Linie und Form, sondern er findet und erfindet sie im realen Umfeld des Lebens. Er bedient sich der Natur und der vom Menschen erzeugten Kultur, der er Ausschnitte, Segmente entnimmt, wie wir sie im pulsierenden Alltag selbst kaum wahrnehmen. Ullrich Wallenburg spürt so die versteckte Ästhetik des Details auf. Vor allem ist es die Architektur, der er aus ganz besonderem Blickwinkel und ungewöhnlichen Perspektiven entgegentritt. Struktur und Textur des im Ausschnitt fotografierten Materials spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Er selbst fand für sein Werk Ausstellungstitel wie „Die andere Sicht“ oder „Gefundene Bilder“, mit der erklärenden Ergänzung „Zwischen Visualismus und Konkret“. Visualisieren meint dabei einen Gegenstand oder ein Segment optisch zu betonen oder herauszuheben, so daß es Aufmerksamkeit erregt, was Kunst letztlich stets hervorbringt. Konkrete Kunst ist in ihrer Konsequenz der reine Ausdruck von harmonischem Maß und Gesetz, wie Max Bill es bezeichnet.

Die Werke von Ullrich Wallenburg, die zwar andere Entstehungswege nehmen, treffen auf dieses Konzept, das mit Piet Mondrian begann und im Bauhaus Weimar und Dessau Höhepunkte feierte. Wie aber kommt es, daß der Fotograf Bilder findet die an die Konstruktionen oder Faltungen eines Hermann Glöckner erinnern oder an Arbeiten von Anton Stankowski? Wallenburg läßt dem Betrachter Raum, nachzuvollziehen, was dieser hätte eigentlich auch selbst finden können. Dem ging die Intuition des Künstlers voraus, mit der er genau das Licht fand, das er haben wollte oder den blauen Himmel den er sich für ein Bild gewünscht hat. Wallenburgs strenge, zugleich aber auch oft poetische Fotos sind voll visueller Spannung und Erregung.

Jörg-Heiko Bruns

Ausstellung zum 14. Pleinair: Hinter den 7 Meeren

Ausstellung von Werken von Studierenden der Universität Vechta, die teilweise während des 14. Pleinair erstellt wurden.

Leitung: Wolf Bröll

Walter Libuda

Malerei - Zeichnung - Plastik in der Galerie im Ersten Stock
Vom 17. Mai bis zum 8. Juli 2012
Eröffnung am Donnerstag, dem 17. Mai 2012 um 19.30 Uhr in der Galerie im Ersten Stock, Marktstraße 1.
Das Gespräch mit Walter Libuda führt Rainer Schulze. Eintritt frei!

Walter Libuda, der immer wieder parallel an Ölbildern, Zeichnungen und dreidimensionalen Werken arbeitet, die seine Vielseitigkeit, Intensität und Erfindungsgabe belegen, wobei Figürliches und Abstraktes durchaus nebeneinander stattfinden können, ist kein Künstler, der sich auf schnelle, genialische Weise mit dem Erlangten zufrieden gibt. Typisch für den Werkprozess ist eine langwierige Malmethode, bei der er Schicht um Schicht auf die Leinwand bringt, dabei auch immer wieder innehält, Schichten eleminiert, um die Bilder dann, manchmal erst nach Jahren, weiter zu bearbeiten.

Man gewinnt bei Libudas Malerei den Eindruck, als gehe es von der Oberfläche hinunter in eine unbestimmbare Tiefe – es ist ein langer und langsamer Weg. Das so entsteht, erscheint wie konstruiert und gebaut, wirkt sperrig, verzerrt und hat doch Rhythmus und Schwung, besteht im Eigenen und besticht durch kryptische Verschlossenheit und eine geradezu rabiate Schönheit.

Libudas in sich geschlossene und in sich verschlossene Bildwelten beziehen ihre Spannung aus der Ambivalenz von formal stimmiger Komposition und dem bildnerischen Inhalt, der sich der Sinn-und Existenzfrage annimmt. Man könnte diese Malerei als klassisch - modern, geradezu traditionalistisch bezeichnen, doch vor allem erscheint sie in ihrer Haltung ehrlich und glaubwürdig, allein deshalb, weil ihr Produzent seinen Weg seit vielen Jahren konsequent weitergeht. Im Grunde handelt es sich bei dieser Kunst, die eine eigenständige und im positiven Wortsinn eigensinnige Position einnimmt, um eine existenzialistische Kunst.

Mit seinen Themen beschreibt Libuda aus einer Perspektive der Distanz unsere Existenz als Tragikkomödie, als grotesk-irrationales und doch seltsam schönes und fantastisches Geschehen, dem er in unverwechselbarer Form Ausdruck und Präsenz zu verleihen weiß und dabei konstatiert, dass das Dasein des Individuums das eines einsamen Außenseiters ist. Walter Libudas Kunst fußt in der Romantik... (Peter Funken 2009)

Walter Libuda

1950 geboren in Zechau-Leesen

1973-79 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Meisterschüler bei Bernhard Heisig

1979-85 Assistent an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

seit 1985 lebt und arbeitet er in Berlin

seit 1979 zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen

seit 1985 vertreten auf Internationalen Kunstmessen

seit 1991 Mitglied des Künstlerverbandes Neue Gruppe München, Mitglied des Deutschen Künstlerbundes

seit 1998 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste

1999 Thieler-Preis der Berlinischen Galerie, Gerhard-Altenbourg-Preis des Lindenau-Museums Altenburg

seit 2004 lebt und arbeitet er in Schildow bei Berlin

Zur Homepage Walter Libuda: http://www.walterlibuda.de

Ausstellung René Strecker - Berlin - Neue Maritime Impressionen

Öl - Hinterglas - Aquarell
Eröffnung am 25. März 2012 um 11 Uhr, Galerie im Ersten Stock.
Vom 25. März bis 6. Mai 2012

René Strecker:

„...Die Frage nach der eigenen, authentischen Form von Malerei führte mich in die Hochschule für Bildende Künste, Berlin (1979 – ‚83) in die Klasse von Professor Karl Oppermann. Zunächst erlernte ich die klassischen Techniken der Malerei und widmete mich vier Jahre lang dem großen Thema Landschaft. Es entstanden Aquarelle und Gouachen: z. B. „Norddeutsche Landschaft“, „Küstenlandschaft“. Ich reduzierte das Seherlebnis Landschaft auf seine Elemente: die Waagerechte (z. B. Horizont) und Senkrechte (z. B. Grenzbalken, Bäume u. a.). Mit diesen bildnerischen Elementen experimentierte ich und entwickelte im Laufe der Zeit die mir eigene Formen- und Farbsprache.

Angeregt durch einen längeren Sizilienaufenthalt entstanden die Collage-Zyklen: Sizilianischer Friedhof, terremoto, terra santa. Die Bedeutsamkeit eines Fundstückes aus verlassenen Häusern, die Melancholie im Verfall einer Mauer, Magie und Wesen eines Steines, Dynamik einer Wurzelstruktur boten mir immer wieder Anlässe zu neuen Bildfolgen. Natur und Licht waren Ursache für Farbe. Mit Hilfe der druckgraphischen Techniken und Zeichnungen habe ich die Linie „entdeckt“, die dann ins Ölbild gesetzt Rhythmus bedeutet, Musik und Klang. Die Sinnlichkeit der Farbe und des Materials machen die Oberfläche der Ölbilder ertastbar, steigern ihren taktilen Charakter. Die Titel z. B. „velato“, 1994 (ital. verhüllt) deuten auf die Zwei-Teilung der Bilder hin: eine Innen- und eine Außenwelt, die Seelenwelt als Bildraum, die sich aus Erinnerungen, Assoziationen speist.

Durch den Fall der Berliner Mauer gab es ab 1989 für mich nur ein Thema: Mauer. Aufbrüche, Durchbrüche, Begrenzungen wurden visualisiert. Die Farbe Grau wurde zur Universalfarbe erklärt. Das Bild „Wilhelmstraße“ ist der Höhepunkt dieser Auseinandersetzung: der Ort an dem die Reichsministerien für Sicherheit lagen, dort, wo in den Kellern unter der Straße gefoltert wurde, hat mich betroffen gemacht und dem Bild seinen Titel gegeben. Gewalt wird visualisiert: die Verletzung der bemalten Leinwand mit waagerechten Messereinschnitten im Mittelteil, der in seiner bleiernen Klobigkeit an die Architektur eines Bunkers erinnert...“

Ausstellung Peter Adler (Briest) - Fernweh

Skulpturen – Malerei: Eröffnung am Sonntag, dem 22. Januar 2012 um 11 Uhr

Im Laufe der Zeit hat Peter Adler immer häufiger seriell gearbeitet. Landschaften aus Reiseerinnerungen, die Porträt-Serie, Plastiken. Oft gehören diese Werke untrennbar zusammen. Das kann eine Skulpturen-Gruppe wie die 99 Schamanen sein, bleibeschlagene Torsi, die Achternwasser-Reihe oder Bilder zu Blakes „Die Hochzeit zwischen Himmel und Hölle“. Beispiele ließen sich noch viele finden. Es ist, als hätte er sich noch nicht genügend an einem Thema ausgearbeitet und fährt fort, „den bis in die letzte Sekunde stimmenden Rhythmus“ zu zwingen.

Ausstellung Philine-Johanna Kempf

Collagen, Drucke, Malerei, Unikatbücher, Keramische Skulpturen, Tragbare Kunst.
Eröffnung am Donnerstag, den 17. November 2011 um 19.30 Uhr.


Zu meinen Arbeiten

Unterschiedliche Materialien verbinde ich in Collagen zu einem Thema. Dabei entstehen zum einen tragbare Kunstobjekte aus Metallen, Steinen, Hölzern...., das ist Schmuck, der gleichzeitig den Träger einen direkten Bezug zur Kunst herstellen lässt: körperbezogen, anfassbar, sichtbar an ständig wechselnden Orten.

Collagen: Sie sind Ausdruck der Schichten, die ich mit dem Sein in Verbindung bringe. Die Stofflichkeit von Leder, Fellen, Bienenwaben, Hölzern, Metallen etc. verliert ihr Ursprüngliches. Durch Übermalung und das Unter- oder Überlegen von Papieren und Farben bekommt sie für den Betrachter eine andere Bedeutung und bei verschiedenen Lichteinwirkungen Mehrdimensionalität und verschwimmen vor dem Auge des Betrachters und werden zu dem, was sein Sehen und Wissen daraus macht.

Einer der wichtigsten Gründe, weshalb ich Bilder immer und immer wieder überarbeite, ist meine Erfahrung des stetigen Lebenswechsels, schließlich um die Qualität meiner Bilder immer wieder überprüfen zu können.

Andere Ausdrucksformen sind:

die Malerei, Graphik, Bildcollagen, die eine optisch sinnliche Erfahrung vermitteln
Skulpturen aus Leder und Papier, Keramik
Teppiche werden dem Menschen und dem Raum angepasst,
Installationen nehmen Bewegung und Klang in Beziehung zu Form und Farbe auf,
Unikatbücher verbinden Wort und Bild Film lässt Dokumentation zu und eine eigene bewegte Kunstform sich mit Raum und Zeit auseinanderzusetzen

Fotografie hält Sekunden eines Augenblicks in Bezug der eigenen Schaffens und seiner Umgebung fest-ein fließendes Mittel zu all den anderen Ausdrucksmöglichkeiten

Alles ist eingebunden in Familie, Erfahrungen zwischen Alltag und Reisen, wechselnden Wohnsitzen mit Auslandserfahrungen.

Wissensdurst und Offenheit für Fremdes, scheinbar Unzugängliches fesselt mich: Kunst, ein Tummelplatz für Unendlichkeit

Zu meiner Arbeit füge ich hinzu, dass mir die „Lautmalerei“ als Ergänzung zur künstlerischen Entwicklung ein Muss ist. Starrheit überzuführen in Bewegung als Körperläufe sowie die Stimme modulierbar zu machen, Raum und Zeit zu überwinden und eine Verbindung Kunstwerk/Mensch zu schaffen.

Die Verknüpfung Künstler- Mensch tritt mir ebenfalls auf neue Art und Weise entgegen. Mein individuales Wissen; Erfahrungen weiter zu geben als Referentin und Dozentin, gibt auch meinem Leben eine neue Struktur: der Gebende lernt durch die Wechselwirkung.

http://www.kunst-philine.de

Ausstellung Jerzy Joachimiak

Vom 25. September bis zum 30. Oktober 2011 zeigen wir IRGENDWIE MYSELF & ME JERZY JOACHIMIAK Zeichnungen und Objekte
Eröffnung war am Sonntag, dem 25. September 2011 um 11 Uhr

Jerzy Joachimiak wurde 1944 in Polen geboren und lebt seit 1983 in Hannover. Er ist als Hochschullehrer in Hildesheim und als Dozent der Werkakademie tätig. Vor allem ist er aber Künstler – er würde sagen: Ich bin Zeichner.

Seine Arbeiten faszinieren, sie sind voller Esprit, aber sie sind auch abgründig, durchtrieben und überaus hintersinnig. Interessant ist, daß sich die Figuren selbst auf unterschiedlichste Art antreiben. Sie bewegen nicht etwas anderes, sie bewegt auch nichts anderes – es ist ein geschlossener Kreislauf. Sie kreisen um sich selbst, das große Thema dieser Welt: das Ich – EGO...

JJ`s Typen verkörpern keine Polarität, sie sind nicht wie die zwei berühmten Seiten einer Medaille – das Verrückte in der Inszenierung der Typen JJ`s ist, daß mehr als zwei Seelen diese Typen zu bewohnen scheinen. Sie sind triebhaft, körperlich, kultiviert, technikbesessen und sie verschmelzen zu einem komplexen Gebilde. Wie macht er das?

Seine Typen tragen durchaus menschliche Züge, doch ihr Körperinneres entfaltet Räume, oder es bilden sich Hohlräume mit regem Innenleben. Manche Körperteile oder auch die Kleidung sprengen die Dimensionen oder mutieren zu Karosserie- oder Maschinenteilen. Sie tragen expressive, oft erotische Accessoires, wie Hackenschuhe,

Strapse oder Mieder. Manche scheinen Hasenköpfe zu haben, andere tragen eine Hasenkopfmaske. Was ist echt, was Atrappe?

Die Thematik geht weit über das Verhältnis von Natur und Technik hinaus, doch die Aufrüstung der Körper durch Maschinen sollte uns allen vertraut sein. Das Kostüm, die mechanische Ausstattung und allerlei Attribute vervollkommnen ihre geistige Identität – ihr EGO.

Das ist unheimlich. Wo führt es hin?

Die Beschäftigung mit unserem EGO, mit den eigenen Trieben und Antrieben ist immer auch unheimlich, denn wir wissen ja nicht, ob unser Mr. Hide in uns sicher verwahrt ist. Siegmund Freud zufolge ist das Unheimliche nicht der böse Wolf, der aus dem Wald kommt, nicht etwas, das von außen Gefahr bedeutet. Das Unheimliche ist vielmehr etwas sehr Vertrautes, das verdrängt wurde und sich unbewußt in uns verborgen hält.

Die ganze surreale Welt des JJ entsteht zeichnerisch, bestimmt von seiner geübten Hand und dem Denkprozeß während des Zeichnens. Es entsteht eine Welt, die jenseits der Logik liegt, Zahlen sind zu entdecken, Fragezeichen sind häufig zu sehen, Pfeile – wie eine Anleitung der Bewegung – undenkbar aber wahr...So sind diese Werke eine wunderbar verspielte Anleitung über die Absurditäten des Lebens. Sie zaubern ein Lächeln auf unsere Gesichter, unermüdlich die Energie in seinen Arbeiten, groß die Hingabe des Künstlers und seine innige Beziehung zu seinen Typen. (Friederike Otto)

Ausstellung TOTO - Bühne und Kostüm

Vom 29. Juli bis zum 11. September zeigen wir Figurinen, Bühnenmodelle, Theaterplakate und Kostüme von TOTO. Pars pro Toto - ein Teil für das Ganze.
Eröffnung ist am Donnerstag, dem 28. Juli um 19.30 Uhr.

Toto - 1961 in Magdeburg geboren, Studium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee unter Prof. Pfüller. Von 1991-2000 festes Ensemblemitglied der Freien Kammerspiele Magdeburg.

Seit 2000 europaweit freischaffend tätig, u.a. in Dijon, Volksbühne Berlin, in Stuttgart, Braunschweig, Cottbus, Weimar, München, Wien, Nürnberg, Innsbruck uva.

Pars pro Toto – ein Teil für das Ganze – ist der programmatische Aspekt des Ausstatters Toto. In dieser Ausstellung treffen Entwurfsarbeiten aufeinander, die in ihrem Ursprung nichts miteinander zu tun hatten. Die meisten Arbeiten sind Entwürfe, die als Arbeitsgrundlage zum Bau von Dekorationen dienten, also Arbeiten, die nicht für einen Bilderrahmen oder einen Ausstellungssockel gemacht wurden. Die Arbeiten reflektieren den Werdegang einer Theaterproduktion bis zur Premiere und bleiben in den meisten Fällen im Hintergrund. Nur die Umsetzung wird in der Realgröße für die Zuschauer sichtbar. Unter Beachtung der genauen Umsetzung dieser Entwürfe, bleibt es ein lebendiger Prozeß der Reife.

In enger Zusammenarbeit mit der Regie und den Darstellern werden die Entwürfe den Bedürfnissen optimal angepasst. Nicht zuletzt bilden finanzielle Strukturen einen begrenzenden Rahmen.

Für den Ausstatter ist es unabdingbar, Bühne und Kostüm nicht zu trennen. Raum und Körper sind eine Symbiose, welche eine wichtige Ergänzung durch eine Beleuchtungskonzeption erfahren. Im Theateralltag werden oft die Aufträge an zwei Personen vergeben. Für den Ausstatter Toto kommt dieses nicht in Frage, da sich für ihn beides untrennbar darstellt und einen Gedanken bedient. Die hier gezeigten Arbeiten sind die Entwürfe für den Produktionsablauf der Theaterarbeit, dann gibt es graphische Arbeiten, die während der Produktionszeit Reflektionen sind, und schließlich kommunikative Arbeiten, die als Werbeträger für Programme und Plakate Verwendung finden. Im günstigsten Fall bilden alle Bereiche ein Ganzes.

FIGURENSPIEL: Heike Adner - Skulpturen, Rainer Ehrt - Malerei & Grafik

Ausstellung verlängert bis zum 10. Juli 2011

Vom 26. Mai bis zum 3. Juli 2011 zeigen wir FIGURENSPIEL:
Heike Adner – Skulpturen, Rainer Ehrt – Malerei & Grafik
Eröffnung war am Donnerstag, dem 26. Mai 2011 um 19.30 Uhr – Eintritt frei!
Das Gespräch mit den Künstlern führte Rainer Schulze.


Rainer Ehrt verbrachte seine Kindheit und Jugend im Harz. Er besuchte die EOS „Gerhart Hauptmann“ in Wernigerode. Nach Abitur und Armeedienst folgten zwei Semester Studium Industriedesign an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle/Burg Giebichenstein (heute Hochschule für Kunst und Design). Dem darauffolgenden Fachrichtungswechsel zur bildenden Kunst ging ein selbst gewähltes Praktikumsjahr als Druckereiarbeiter in Halle (Saale) und Leipzig voraus, in welchem er die handwerklichen Grundlagen für seine spätere Tätigkeit legte. Es folgte von 1983 bis 1988 ein Studium der Grafik und Illustration an der Hochschule für Kunst und Design in Halle (Saale). Rainer Ehrt legte 1988 sein Diplom bei Prof. Gerhard Voigt und Prof. Rainer Schade ab.

Seine zeitkritischen Cartoons und satirischen Zeichnungen werden von vielen Zeitungen und Verlagen veröffentlicht, so unter anderem in: „Eulenspiegel“, „Das Magazin“, „Märkische Allgemeine“, „Nebelspalter“ Schweiz, „Cicero“, „Manager-Magazin“, „Süddeutsche Zeitung“, „Frankfurter Allgemeine“ und „Die Zeit“ Seit 2000 beschäftigt er sich zusätzlich mit Malerei und Holzplastik. Er publizierte neben bisher 13 originalgrafischen Künstlerbüchern das satirische Bilderbuch „Preußisches Panoptikum“ im Espresso Verlag 2001 und „Mozart 2006“ im Kunstverlag Weingarten. Außerdem ist er an zahlreichen Cartoon-Büchern und Anthologien beteiligt.

Rainer Ehrt, der sich selbst als “Fossil der grafischen Kunst” bezeichnet, füllt lustvoll fabulierend mit nervös-präzisem Strich die Flächen des Papiers. In seinen Zeichnungen verbirgt sich ein Schuss Ironie hinter feiner Ästhetik.

Heike Adner wurde 1960 in Lutherstadt Wittenberg geboren. Sie studierte 1980-85 an der Kunsthochschule Berlin/Weißensee Keramik-Design, absolvierte 1984 ein Praktikum an der Porzellanmanufaktur Meißen, erhielt 1985 eine Auszeichnung vom Bauhaus Dessau und ist seit 1986 freiberuflich tätig.

Seit 1994 ist sie Mitglied im Verband Bildender Künstler, gründete 2000 den Kunstverein ARTiFEX e.V., wurde 2006 Mitglied im Brandenburgischen Verein Bildender Künstler und leitet seit 2008 Kurse an der Akademie Schloss Rotenfels.

Heike Adner lebt und arbeitet in Glienicke bei Berlin.

Ausstellung Volker Küster

ZÄHLEN MESSEN TEILEN
Objekte aus gegossenem Eisen, aus Holz und Karton, dazu Zeichnungen und Kartonschnitte
Vom 27. März bis 8. Mai 2011 Eintritt frei!
Eröffnung war am Sonntag, dem 27. März um 11 Uhr


Volker Küster:

1941 in Wernigerode geboren und aufgewachsen

Lehre als Schriftsetzer

Grafik-Studium an der Fachschule für angewandte Kunst, Berlin

und an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig

danach als Buchgestalter und Schrift-Designer tätig.

1984 Übersiedlung in die Bundesrepublik

danach 4 Jahre in Hamburg Atelierleiter bei einem Schriftfonds-Hersteller

1989 bis 2006 Professur für Grafikdesign, Schrift und Typographie in Hamburg und Essen.

Eisenguß seit 1995 in der Fürst-Stolberg-Hütte, Ilsenburg

Lebt und arbeitet auf dem Heishof in Weeze, Niederrhein.

„Das Berufsleben von Volker Küster war geprägt von der Welt der Buchstaben. Er kennt hunderte von Schriftsätzen und ist selbst Vater einer sehr bekannten Schriftfamilie. Er hat das Gesicht vieler mit Preisen ausgezeichneter Bücher geprägt.

Als freier Künstler arbeitet er Beziehung von Inhalt und Form. Er spielt mit der Möglichkeit der Darstellung von Objekten und entdeckt durch Variationen innerhalb von Objektklassen, wie sie gesetzmäßig zusammenhängen. Zu theoretisch? – Man kann es ganz einfach erklären. Zum Beispiel eine Stufe führt aneinandergereiht zu einer Treppe. Oder ein Stab, verbunden mit einem anderen Stab, macht die Bewegung von Öffnen und Schließen möglich. Es entstehen bei ihm Strukturen, die sich zum Beispiel im Eisenguß in der Fürst-Stolberg-Hütte darstellen lassen.

Die elementaren Figuren unserer Ausstellung sind Ausgangspunkte für eine unbegrenzte Vielzahl von Objekten, von denen jedes ein Unikat, aber doch mit dem anderen aus seiner Objektklasse verwandt ist.

Der Gewinn für den Betrachter liegt dann in der Erkenntnis, daß die Welt der Objekte auf Ordnungen verweist, die darüber entscheiden, was zueinander passt.“ (Werner Deutsch)

Zur Ausstellungseröffnung waren im Gespräch mit Volker Küster Frau Prof. Dr. Helga Neumann und Herr Werner Steinecke, Kunstverein Emmerich/Rhein.

Ausstellung Rudolf Pötzsch, Magdeburg

Man sieht sich - Zeichnungen und Aquarelle

Eröffnung, am Donnerstag, dem 20. Januar 2011 um 19.30 Uhr
Ausstellung vom 21. Januar bis zum 6. März 2011 in der Galerie im Ersten Stock.

Geöffnet Dienstag bis Freitag und Sonntag 14 bis 17 Uhr, Sonnabend 11 bis 17 Uhr.

Eintritt frei!

Ausstellung Otmar Alt

Aus meinem malerischen Leben Ausstellung vom 7. November 2010 bis zum 2. Januar 2011.
Die Galerie ist Dienstags bis Sonntags von 14-17 Uhr geöffnet.

„Kunst heißt: Zeichen setzen. Zeichen setzen bedeutet, etwas Bleibendes zu schaffen und den Betrachter direkt in die Welt meiner Kunst mitzunehmen. Ich möchte den Menschen etwas mitteilen und in der Gesellschaft, in der ich heute lebe, ein positives Zeichen setzen.“

Wir wollen mit dieser Ausstellung den Kunstpreisträger der Stadt Wernigerode aus Anlaß seines 70. Geburtstages ehren. Darum zeigen wir ein breites Spektrum von Arbeiten, und so ist ein wahrlich großes Spektrum von künstlerischen Möglichkeiten und Ausdrucksmitteln zu sehen!

Nachdem wir uns an den „Kunstschlecker“ am Westerntor gewöhnt haben, werden wir im nächsten Jahr ein weiteres weit größeres Kunstwerk von Otmar Alt in der Burgbreite bewundern können, nämlich einen Wohnblock der GWW, dessen ganze Außenhaut von ihm gestaltet wurde. Das ist dann Kunst am Bau, wie wir sie in der Stadt noch nicht gesehen haben.

Unsere Ausstellung bietet natürlich auch Anregungen für originelle Weihnachtsgeschenke, denn wir haben vom Anstecker bis zum Nußknacker und vom Regenschirm bis zur Skulptur aus Glas, von der Grafik bis zum Ölgemälde allerhand Neues, Überraschendes und Anrührendes zu bieten.

Bei der Eröffnung am Sonntag, dem 7. November 2011, um 11 Uhr haben Sie nochmals die Gelegenheit mit Otmar Alt ins Gespräch zu kommen, seine Ansichten und Absichten zu erfragen. Wir laden Sie herzlich ein, der Eintritt ist frei!

Out of College - Draußen vor der Schule

Vom 16. Juli bis 24. Oktober 2010 in der Galerie im Ersten Stock.
Geöffnet: Dienstag bis Sonntag 14 - 17 Uhr, Sonnabends 11 bis 17 Uhr. Eintritt frei!

Paul Kunofski und Studierende der HAWK Hildesheim. Druckgrafik und Kunstbücher

Arbeiten von Lucas Lipp, Heidrun Fröhling, Thomas Wahle, Svenja Hinzmann, Katrin Werkmeister und Alexandra Zidariu

Volkmar Kühn und Marita Kühn-Leihbecher

Der Zeichner und Plastiker und die Malerin zeigen ab 18. März 2010 ihre Arbeiten.


Kühn – Biographie: Eine Auswahl

1942 in Königssee in Thüringen geboren.

1956-58 Lehre als Kerammodelleur in der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur

Ab 1959 Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst, Leipzig

1963 Hilfstierpfleger im Leipziger Zoo

1965 Erste kommunale Aufträge.

1968 Aufnahme in den Künstlerverband - Umzug nach Mildenfurth

1984 Ausstellung Galerie Unter den Linden, Berlin. Eine Arbeit in der Sammlung Ludwig, Oberhausen

1992/93 Gründung eines Arbeitskreises „Kunst und Kultur Kloster Mildenfurth“

Ateliergalerie

1994 Porzellanmasse wird neben Bronze und Ton zu einem ebenbürtigen Material bei der Umsetzung bildhauerischer Ideen

2000 Erstes Skulpturenprojekt in der Innenstadt Ilmenaus

seitdem Ausstellungen gemeinsam mit Marita Kühn-Leihbecher, Projekte, Skulpturen für öffentliche Plätze

Wer Volkmar Kühn in Wünschendorf besucht, bekommt als erstes den Eindruck, er wohne in einer Idylle, die Natur und Kunst vereint. Die Nachbarschaft zum Kloster Mildenfurth lässt die unmittelbare Geschichtsträchtigkeit des Bodens, auf dem er lebt und arbeitet, geradezu spüren. Diese Dreieinigkeit von Natur, Kunst und Geschichte ist sehr gegenwärtig, wenn man sich mit Volkmar Kühn unterhält. Dabei ist er ein streitbarer, ruheloser und nimmermüder Geist, wenn es darum geht, die Natur in ihrer Natürlichkeit zu erhalten und Geschichte in ihren historischen Zusammenhängen zu betrachten. So kann man versuchen, seine Kunst zu verstehen.

Die Gesten seiner Figuren symbolisiere Gefühle, Stimmungen und Absichten. Sie können einladen aber auch abwehren, sie vermögen Handlungen auszulösen und zu verhindern. Immer brauchen seine Arbeiten Raum, Physischen und seelischen. Seine Skulpturen benötigen die Nähe zum Menschen, weil sie erschaffen wurden, mit ihm zu reden. Sie strahlen in besonderer Form aus Leib, Gesicht und Hand heraus. Die Skulpturen Volkmar Kühns sind so eindringlich wie leise, so verträumt wie selbstvergessen, so beherrscht wie geheimnisvoll und so klar wie zurückhaltend. Niemals laut und selbstsüchtig, aggressiv oder zwanghaft. Jedes Stück ein Unikat mit individueller Ausstrahlung, einzigartig in ihrer gültigen Ausformung.

Unser ständiges Angebot an hochwertigen Kunstwerken

Wir bieten Ihnen eine Auswahl von Kunstwerken aus früheren Ausstellungen an. Das Angebot reicht von Schmuck, über Grafik und Malerei bis zu Plastik aus Metall und Holz. Auch Kinderspielzeug ist vertreten!


Unsere Künstler:

Otmar Alt, ANTOINETTE, Kadron Barrett, Anne-Rose Bekker, Hans-Joachim Bober, Iris Bodenburg, Jörg Bock-Dahmen, Hans Brosch, Wolf Bröll, Gudrun Brüne, Julia Ehrt, Rainer Ehrt, Jens Elgner, Manfred Gabriel, Dagmar Geißler, Rüdiger Giebler, Moritz Götze, Edda Grossmann, Martin Hoffmann, Rosemarie Hoffmann, Jan Jastram, Jo Jastram, Inge Jastram, Katharina Kretschmer, Volker Küster, Gerd Mackensen, Britta Matthies, Otto Möhwald, A.T.Mörstedt, Rolf Münzner, Rudolf Nehmer, Karl Oppermann, Ronals Paris, Nuria Quevedo. Lothar Sell, Reiner Schwarz, Thomas Ranft, Hans-Hermann Richter, Alexander Solotzew, Hans Vent

Ausstellung Gerd Mackensen (Sondershausen)

Der vielseitige Maler und Zeichner Gerd Mackensen zeigt in Wernigerode bis zum 7. März 2010 eine umfangreiche Auswahl seines Werkes.


Gerd Mackensen

Echo in Color – Ein Ausschnitt aus dem Schaffen des Malers

So aller 10 Jahre scheint es unausweichlich, daß der soeben 60 Jahre alt gewordene Maler, der nun nicht mehr in Nordhausen wohnt, sondern nach Sondershausen gezogen ist, seine Arbeiten in Wernigerode zeigt. 1989 und 1999 hatten wir das Glück, ihn hier begrüßen zu können, nun also auch im Januar/Februar 2010.

Gerd Mackensen wurde 1949 in Nordhausen am Harz geboren. 1970 bis 1975 studierte er an der Hochschule für bildende Künste Dresden bei Horlbeck und Kettner. Mackensen schöpft das Spektrum der bildenden Kunst mit großer Experimentierfreude aus. Er malt, zeichnet, sticht, formt, filmt und fotografiert. Von der Miniatur bis zum Bühnenbild, von der kleinen Collage bis zur Plastik im öffentlichen Raum scheut er kein Format. Spielerisch wechselt der Künstler zwischen abstrakt und figurativ, leichthin und entschieden. Komposition, Zeichnung und Farbgebung meistert er mit unnachahmlicher Dynamik und Virtuosität.

Die Wirklichkeit verschmilzt mit der Phantasie. Figuren decken sich mit Krakeln zu, Landschaften werden zu Körpern, Schriftzeichen spazieren durch Tagträume... und stets ist, was entsteht, ganz unverkennbar ein Mackensen

1949 geboren

1970-75 studium an der hochschule für bildende künste dresden bei günther horlbeck und gerhard kettner

1975 diplom und rückkehr nach nordhausen – freiberuflich tätig

1977 mitglied des verbandes bildender künstler

1975-1980 illustrationen für verschiedene verlage

1976 erste ausstellung in wernigerode

1990 1. preis deutsch-deutsche ausstellung „göttingen begegnet gotha“

1990-1993 mitglied der künstlergruppe „d 206 thüringer sezession“

2004 illustrationen „venus im Pelz“ für die büchergilde gutenberg

2008 galerie „new art“, karlsruhe

2009 sophien-edition berlin mitte

galerie rothamel, erfurt

schloss sondershausen – zum 60. Geburtstag

Manfred Gabriel - Malerei

Ausstellung vom 22. Oktober bis zum 21. November 2009

Nach dem Besuch der Oberschule absolvierte Manfred Gabriel eine Lehre als Gebrauchswerber. Während dieser Zeit hatte er privaten Zeichenunterricht bei Otto Fischer-Lamberg in Halle. In den Jahren 1959 bis 1962 studierte er an der Fachschule für angewandte Kunst in Magdeburg. Ein bereits vorbereiteter Studienbeginn an der Burg Giebichenstein in Halle bei Kurt Bunge (Maler) scheiterte durch dessen plötzlichen Weggang in die BRD. 1967 erhielt Manfred Gabriel doch noch das Diplom im Fachbereich Malerei an der Burg Giebichenstein |Hochschule für industrielle Formgestaltung (heute: Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle). Er studierte bei Hannes H. Wagner.

Seitdem ist er als freiberuflicher Maler und Graphiker tätig. Bis 1970 arbeitete er zeitgleich bei der Werkgenossenschaft «Glasgestaltung Magdeburg».

Im Jahre 1972 war er zu einem mehrwöchigen Arbeitsaufenthalt bei Otto Niemeyer-Holstein auf Usedom. Bis zu dessen Tod im Jahre 1984 fand ein reger Austausch zwischen beiden Künstlern statt. Aus diesen Begegnungen und den fast jährlichen Sommeraufenthalten in Prerow/Darß resultieren wichtige Eindrücke und Impulse für die künstlerische Arbeit.

Manfred Gabriels Hauptarbeitsgebiete sind Tafelbilder in der Technik Öl auf Leinwand und Handzeichnungen in unterschiedlichen Techniken.

Peter Schnürpel - Drucke und Übermalungen

Unter dem Titel „Tief Schwarz“ zeigt Peter Schnürpel exzellente Grafik zwischen Abstraktion und Figürlichkeit in raffinierten, aufwändigen Drucktechniken.

Dieter Zimmermann - Malerei

Ausstellung vom 30. Juli bis 30. August 2009

Solveig Karen Bolduan - Christina Köster

Malerei - Plastik - textile Rauminstallation
Ausstellung vom 25. Juni bis 26. Juli 2009

Solveig Karen Bolduan zeigt „Schichtenbilder“ und Porträt- sowie Ganzkörper-Plastiken aus Holz und Textil;

Christina Köster stellt sich mit textilen Rauminstallationen und Kombinationen aus Textil und Flachglas vor.

Malerei von Christine Keruth

assoziativ gelockert III - Malerei von Christine Keruth


1962 geboren in Berlin

1984-87 Studium Malerei an der Kunsthochschule berlin-Weißensee

1989 Verband Bildender Künstler, Berlin

1995-2000 Aktzeichnen an der Universität der Künste, Berlin

2003 Berufsverband Bildender Künstler Berlins, BBK

2006 Produzentengalerie „en passant“

2007 Produzentengalerie Frenhofer

Kathrin Eckhorn und Rudolf Stehr - Malerei

Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 9. April bis zum 10. Mai 2009
Eröffnung am 9. April 19.30 Uhr Eintritt frei!


Kathrin Eckhorn

1965 in Hamburg geboren

1988-95 Studium Malerei an der HdK Berlin

1995 Meisterschüler-Prüfung

seit 1996 freischaffend in Berlin

seit 2001 Aufträge als Porträt-Malerin und -zeichnerin

Rudolf Stehr

1955 geboren in Niebüll/Nordfriesland

1976-83 Physik-Studium

1984-90 Physiker in München und Berlin

1990-96 Studium bildende Kunst an der HdK Berlin

seit 1996 freischaffend in Berlin Prenzlauer Berg

Kerstin Göldner - Malerei und Grafik

Ausstellung vom 26. Februar bis 29. März 2009 in der Galerie im Ersten Stock


Kerstin Göldner:

1953 geboren in Berlin

1976-81 Außenwirtschaftsstudium

1981-92 Exportkauffrau

1992-93 Ausbildung Computer-Grafik

ab 1993 freiberuflich

1995-98 Selbststudium Malerei

1995-98 Grafik-Design-Schule Anklam

1999-03 Studienaufenthalte Paris

2006 Verona, Mantua, Padua

2007 Madrid

2008 Florenz

Günter Grass - Grafik aus der Sammlung Most, Magdeburg

Ausstellung vom 8. Januar bis zum 22. Februar 2009


Günter Grass:

1927 in Danzig geboren

1944 Kriegsdienst

1947/48 Steinmetz-Lehr in Düsseldorf

1948-52 Studium Grafik und Bildhauerei an der Düsseldorfer Kunstakademie

1953-56 Hochschule für Bildende Künste Berlin bei Karl Hartung

1999 Nobelpreis für Literatur

Sabine Riemenschneider - Grafik

Ausstellung vom 27. November bis zum 31. Dezember 2008

Sabine Riemenschneider:

geboren 1973 in Wernigerode

1992 - 2000 Studium an der Hochschule für Kunst und Design, Halle - Burg Giebichenstein

1997 Arbeitsstipendium in Kobe, Japan

1999 Erasmus-Stipendium in Athen

seit 2002 wieder in Wernigerode lebend

Ausstellung Uwe Pfeifer - Bildnisse

Vom 16. Oktober bis zum 20. November 2008
Eröffnung am Donnerstag, dem 16. Oktober um 19.30 Uhr


Uwe Pfeifer:

geb. 1947 in Halle/S.

1966 Abitur und Lehre als Gebrauchswerber

1968-1973 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig

Seit 1975 Dozent an der Hochschule Burg Giebichenstein, Halle

Ausstellung Edda Grossman - Malerei und Grafik

12. September bis 1. Oktober 2008

Die 80 Besucher des Ausstellungsgespräches waren sichtlich entzückt von der Vielgestaltigkeit, dem erzählerischen Potential und der sinnlichen Ausstrahlung der Werke von Edda Grossman.

Maler-Kollege Stefan Klaube erwies sich als charmanter und sachkundiger Gesprächsführer.

In Erinnerung bleibt ein heiterer, unterhaltsamer Abend in der Galerie im Ersten Stock.

Ausstellung Christine Litke (Zeichnung und Papierschnitt) und Carsten Gliese (Fotografie)

3. April bis 18. Mai 2008

Christine Litke faszinierte die Besucher der neuen Ausstellung mit filigranen Papierschnitten und bildhaften Kompositionen sorgfältig gezeichneter Textvariationen.

Der Fotograf Carsten Gliese zeigt u. a. fotografisch dokumentierte Raum- und Architekturentwürfe, die als »Zwischenbebauungen« überraschende visuelle Eindrücke vermitteln. Vertraut unterhaltsam und einfühlend wurde das Kunstgespräch zur Eröffnung der Ausstellung von Frau Dr. Martina Tschäpe moderiert.

Eckhard Koenig (Malerei und Zeichnung) und Frank Seidel (Skulpturen aus Glas)

Eröffnung am 24. Juli 2008, 19.30 Uhr - Eintritt frei!
24. Juli bis 24. August 2008

Eckhard Koenig zehrt von seinen zahllosen Reisen in exotische Regionen der Welt. In den Tagebüchern festgehaltene Farbnotizen geben ihm die Inspiration zu seinen Bildern und

Zeichnungen. Frank Seidel, der eigentlich mehr mit Bronze arbeitet und auch malt, zeigt in der Wernigeröder Ausstellung seine reizvollen, vom Licht durchfluteten plastischen Kreationen aus geschmolzenen Glasscherben.

12. Pleinair bildender Künstler »Hinter den 7 Meeren«

Vom 30. Juni bis 20. Juli 2008 im Bürgerpark Wernigerode
mit Jens Elgner, Edda Grossman, Martin Puppe, Manfred Schellhorn, Mrijke Schlebusch und Dini Thomsen

Die Ausstellung mit ausgewählten Arbeiten der Teilnehmer wurde parallel zum Pleinair gezeigt.

Auf dem Gelände des Bürgerparkes entstanden nach und nach unter dem Thema »Plaisir-Design für Bürger« interaktive Plastiken zur Freude der Besucher.

Ausstellung Jürgen Weber

Ausstellung vom 22. Mai bis 26. Juni 2008

Malerei, Druckgrafik und Plastik aus dem OEvre des Rostocker Kunstpreisträgers Jürgen Weber zeigte die »Galerie im Ersten Stock« im Mai und Juni 2008. Das Kunstgespräch mit Besuchern aus Rostock, Berlin, Thüringen und natürlich Wernigerode war ausgesprochen unterhaltsam; der Maler Jürgen Weber erwies sich auch als ein Mann des Wortes. Ihn und seine expressiven Kunstwerke erleben zu können, war ein einmütig als Glücksfall begrüßtes Ereignis.

Ausstellung Reiner Schwarz - Malerei und Grafik

21. Februar bis 29. März 2008

Reiner Schwarz zeichnet und malt seine gegenständlichen Sujets mit fotografischer Präzision. Die Spuren der Zeit und des Gebrauchs sind ihm flüchtig wahrnehmbare und bewahrenswerte Indizien der Geschichte. Die erlesenen Werke von Reiner Schwarz sind in den Sammlungen erstrangiger Museen und Galerien vertreten, u. a. des Dresdener Kupferstichkabinetts, der Nationalgalerie Berlin, der Bremer Kunsthalle, der Bibliotheque Nationale Paris und des Museum of modern Art in New York.

Ausstellung Johannes Heisig - Malerei und Grafik

6. September bis 14. Oktober 2007

Er zählt zu den bedeutendsten Malern in Deutschland und er weiß sein Publikum auch mit Worten zu unterhalten: Johannes Heisig. Dank seiner faszinierenden Bilder und der fesselnden Erläuterungen verbrachten die mehr als 80 Besucher der Eröffnung einen kurzweiligen und auch lehrreichen Abend.

Impressum

Wernigeröder Kunst- und Kulturverein e. V.
Marktstraße 1
38855 Wernigerode

Telefon: 0 39 43 - 63 26 30
Telefax: 0 39 43 - 26 06 93
Mail: info@kunstverein-wernigerode.de
und buchhandlung@juettners.de
Internet: www.kunstverein-wernigerode.de

Vereinsregister-Nr.: VR42023
Registergericht Stendal
Umsatzsteuer-Nr.: 117/143/43795
Finanzamt Wernigerode
IBAN DE63 8105 2000 0390 0608 79
BIC NOLADE21HRZ
Harzsparkasse


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